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Hochwassersicherheit am Rhein

Projektleiter Markus Mähr, Bürgermeister Thomas Pinter und die Maximalvariante.
Projektleiter Markus Mähr, Bürgermeister Thomas Pinter und die Maximalvariante. ©M. Benzer
Die Internationale Rheinregulierung und Zukunft Alpenrhein stellten in Meiningen das Projekt „Rhesi“ vor.  Meiningen (mar). Das waren ernste Gesichter, am Mittwochabend im Pfarrsaal Meiningen.

Mit Spannung folgten Bürgermeister Thomas Pinter, Gemeindemandatare, Eduard Keßler für die Agrargemeinschaft und andere Betroffene den Ausführungen von Markus Mähr, dem Projektleiter von „Zukunft Alpenrhein“. Vorgestellt wurde das Projekt mit dem harmlosen Namen „Rhesi“. Was sich dahinter verbirgt ist ein Megavorhaben, welches in sechs Jahren Planung und weiteren 20 Jahren Umsetzung den Rhein von der Illmündung bis zum Bodensee hochwassersicher, ökologisch fit und als Erholungsraum nutzbar machen soll. 

Bedenken in Meiningen
Keine große Freude hatten die Meininger mit der vorgestellten Maximalvariante für den Abschnitt Ill- bis Frutzmündung. Die Variante sieht die Aufweitung des Rheins vor, wobei ohnehin knappe Wald- und landwirtschaftlich genutzte Flächen verloren gehen würden. Große Bedenken hat Meiningen auch wegen der für das Dorf so wichtigen Grundwasserkörper. 

Suche nach Lösungen
Es sei dies die Maximalvariante, erklärte DI Martin Weiss von der Internationalen Rheinregulierung (IRR), man hole sich jetzt in der Planungsphase die Meinungen der angrenzenden Gemeinden ein. Fest stehe, dass wasserrechtliche und ökologische Kriterien gut abgeklärt und berücksichtigt werden.
Diskutieret werden innerhalb des Projektes „Rhesi“, was im Übrigen für „Rhein – Erholung und Sicherheit steht“ –  verschiedene Varianten, wie der Rhein einerseits renaturiert und anderseits hochwassersicher gemacht werden könnte. Von der Ausweitung des Gerinnes, dem Abtragen bzw. Erhöhen der Mittelwuhre und dem Erhöhen der Dämme gibt es viele Möglichkeiten, das Ziel zu erreichen. 

Denken über den Kirchturm hinaus
Dass etwas geschehen muss, darüber sind sich alle Akteure einig. Denn 23 große Hochwässer haben seit dem 12. Jahrhundert das Rheintal verwüstet. 300.000 Menschen und 150.000 Arbeitsplätze wären heute bei einem Jahrhunderthochwasser  des Rheins
betroffen, am schlimmsten wäre es für die Menschen und Betriebe im unteren Rheintal. Aber auch bei uns, so berichtete Bürgermeister Pinter, hieß es nicht nur einmal in der Geschichte: „Meiningen existiert nicht mehr“.

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