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Hochspannung von der Hochschule

BBQ Jazzquartett mit Bastian Brugger begeisterte in der Schattenburg.
BBQ Jazzquartett mit Bastian Brugger begeisterte in der Schattenburg. ©Henning Heilmann
Bastian Brugger begeisterte mit dem BBQ Jazzquartett in der Schattenburg
BBQ Jazzquartett in der Schattenburg

FELDKIRCH BBQ könnte für Bastian Brugger Quartett stehen, in Wirklichkeit steht es aber für Barbecue. So wie dieses von der Würze lebt, ist auch die Musik des Stuttgarter Jazzquartetts mit allerlei Raffinessen gewürzt, die feinfühlige Jazz-Ohren aufhorchen lassen und immer wieder aufs Neue überraschen. So auch die Gäste der Musikfreunde Feldkirch in der Schattenburg, von denen die ambitionierte Jazzband engagiert wurde.

Studiertes Quartett

Das BBQ Jazzquartett wurde 2017 von Saxophonist Bastian Brugger gegründet. Noch im selben Jahr erhielt Brugger den Künstlerförderpreis der Stadt Friedrichshafen. 2018 absolvierte Brugger sein Pop/Jazz-Studium in Stuttgart. Auch Hannes Stollsteimer am Klavier und Lucas Klein am Schlagzeug studierten an der Musikhochschule Stuttgart. Hinzu kommt noch Jakob Obleser an der Gitarre von der Musikhochschule Mannheim.

„Das wohltemperierte Bier“ eröffnete schwungvoll und rhythmisch komplex den Auftritt. Zum Bier passt die Brezel, welche in „Brezel gegen Brezn“ vertont wurde. Über eine schier endlose Abfolge desselben Tons am Klavier wird ein schönes Motiv entwickelt und dann sehr facettenreich variiiert. Am Ende wird noch eine „Brezn“ im Polkarhytmus obendrauf gesetzt, welche die mögliche Herkunft der Brezel aus Bayern thematisiert.

Abrupte Wechsel

Rhythmus- und Tempowechsel sowie plötzliche überraschende Breaks bestimmen viele Stücke des BBQ Jazzquartetts, so auch das im zweiten Set gespielte „Buchero“, in dem sich ein rasanter Melodiebogen am Saxophon mit chilligem Bar-Jazz abwechselt. Ihre Komposition „In May May May Maybe Be Or Not“ ist in der Tat Theresa May gewidmet –hier spielen sich die überzeugten Europäer ihren Frust über den Brexit von der Seele.

Mal „Soft like Peanut Butter“, mal laut wie der Hund in „Bello è impossibile“ ließen die studierten Jazzmusiker bis zum Schlussakkord Hochspannung erklingen, die sich oft durch scheinbar unversöhnliche Gegensätze, welche dann doch wieder harmonieren, auszeichnet und so nicht von einfachen Jazzbands von der Stange gespielt wird. Ihr Improvisationstalent bewiesen die Musiker in begeistert applaudierten Soli.

Zu den Gästen des gelungenen Schattenburg-Konzerts zählten Monika Johler-Hofer von der Kulturabteilung des Lands Vorarlberg, Beatrix Müllner vom Kulturreferat der Stadt Feldkirch, die Feldkircher Kulturstadträtin Ingrid Scharf und Klaus Martin. HE

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