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Hochspannung in Hohenems

Der Hohenemser Bürgermeister DI Richard Amann und seine ÖVP können nur hoffen, dass bei den Gemeinderatswahlen im März 2010 der Bürgermeis­terbonus zum Tragen kommt. Sollte dem nicht so sein, ist die absolute Mehrheit der ÖVP gefährdet.

Kein gutes Omen für die Schwarzen ist ihr Abschneiden bei den Landtagswahlen: Sie stürzten um fast zehn Prozent ab und konnten sich gerade noch knapp vor der FPÖ behaupten.

Andere Regeln

In Hohenems gelten sowieso andere Regeln. In keiner Gemeinde vergleichbarer Größe ist die Parteienlandschaft so groß. Bei den Wahlen 2005 teilten sich nicht weniger als sechs Parteien und Gruppierungen den Mandatskuchen untereinander auf. Für die ÖVP gab es dabei eine komfortable Mehrheit. Jetzt kündigt der ehemalige ÖVP-Vizebürgermeister Kurt Raos an, mit einer eigenen Partei antreten zu wollen. Er rechnet mit bis zu fünf Mandaten. Auch wenn er sich die Latte zu hoch legt, wäre der Einzug seiner Gruppierung in die Stadtvertretung keine Überraschung. Viele ÖVP-Wählerinnen und -Wähler erinnern sich noch gut an das abrupte Ende der politischen Karriere von Raos. Es war ausgerechnet sein ehemaliger Weggefährte Bürgermeis­ter Christian Niederstetter, der ihn in die Wüste schickte. Alle jene, die seinen unrühmlichen Abgang gar nicht gerne sahen, könnten ihm zu einem Comeback verhelfen.

Starke FPÖ

Dass die Freiheitlichen im Frühjahr kräftig mitmischen werden, ist so gut wie sicher. Bei den letzten Gemeindewahlen erreichten sie gerade einmal bescheidene 16 Prozent und verloren zwei Mandate, bei den Landtagswahlen kamen sie aber auf 38 Punkte. Der Hohenemser Dieter Egger dürfte wohl ein Hauptgrund für das Ergebnis gewesen sein. Mehr denn je könnten im Frühjahr in Hohenems die Sozialdemokraten (mit Elisa­beth Märk), Grünen (mit Walter Spiegel), Emsigen (mit Bernhard Amann) oder auch die Unabhängige Liste (mit Erika Heidinger) das Zünglein an der Waage spielen. Denn sollte die VP die Absolute verlieren, wird sie sich um einen Koalitionspartner bemühen müssen.

Mischt Dieter Egger mit?

Nicht sehr wahrscheinlich ist, dass Richard Amann bei der Bürgermeisterdirektwahl untergehen wird. Immerhin haben ihm 2005 mehr als 65 Prozent der Wähler ihre Stimme gegeben. So unbeliebt ist er in Ems ja auch wieder nicht. Eng werden könnte es für ihn höchstens dann, wenn sich Dieter Egger als Bürgermeisterkandidat aufstellen lässt und anstelle von seinem Parteifreund Stadtrat Horst Obwegeser ins Rennen geht.

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