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Hoch hinausgewachsen

Feldkirch - Die Bodenhaftung hat man im neuen Schattenburg-Museum dennoch nicht verloren.
Schattenburg-Museum

Die Aussicht über Feldkirch ist wunderbar, doch man erklimmt nicht nur deswegen den rund 22 Meter hohen Bergfried der Schattenburg. Was bislang nur zu besonderen Anlässen möglich war, wird nun allen Besuchern gewährt. Das Museum – mit über 5000 erfassten Objekten ist es eines der größten seiner Art – wurde ausgebaut. „Nein, gute Argumente haben wir da schon gebraucht“, widerspricht Obmann Manfred A. Getzner Meinungen, dass es angesichts der Fülle an Kunstwerken und historischen Gegenständen nicht schwer gewesen sein kann, den 500.000-Euro-Beitrag der Stadt Feldkirch durchzu­boxen. 75.000 Euro hat immerhin der Verein aufgebracht, der inzwischen etwa 80 Mitglieder zählt und ebenso anwachsen soll wie die Besucherzahl. Wobei rund 25.000 Eintritte pro Jahr ein beachtliches Interesse dokumentieren. 165 Schulklassen habe man zudem durchgeführt. Und Getzner, der sich auf der Burg ein Büro eingerichtet hat, erfreut sich selbst immer wieder daran, zu beobachten, welche Objekte Kinder gerade anziehend finden. Die historischen Eckdaten der größten Burg in der Region sind ohnehin Grundschulstoff. Vor rund 800 Jahren von den Grafen von Montfort-Feldkirch errichtet, war sie später Vogtburg der Habsburger. Nach der Zerstörung während der Appenzeller-Kriege wieder aufgebaut, rettete sie die Stadt Feldkirch im 19. Jahrhundert vor dem Verfall, bevor sich der 1912 gegründete Museumsverein nicht nur um die Wiederbelebung, sondern auch um das immer noch gültige Sammeln, Bewahren und Vermitteln kümmerte.

Schlüssiger Rundgang

Der Großteil der Objekte ist inzwischen auch elektronisch erfasst, womit das Inventar der Schattenburg auch Studienzwecken dient. Alltag und Leben in verschiedenen Jahrhunderten sind die Themen in den knapp 20 Räumen. Ausgehend vom berühmten Fresko von Hans Huber (nach 1507) werden Werke regionaler Künstler präsentiert. Da­rauf, dass die fast aussichtslos scheinende Restaurierung einer Skulptur des Hl. Johannes aus dem 17. Jahrhundert nun gelang, ist Manfred Getzner besonders stolz. Sie befindet sich in einer der neuen Stiegenaufgänge. Aus Holz nach Plänen des Architekten Gernot Thurnher gefertigt, folgt der Ausbau einem Konzept, das nicht auf den guten, oft anzutreffenden Kontrast von Alt und Neu setzt, sondern auf einen für diesen Ort ungemein schlüssigen Rundgang. Eine kluge Lösung, die ganz oben darin gipfelt, dass bei der Auseinandersetzung mit Kriegsgerät auch die oft hintangehaltene Konsequenz sichtbar bleibt – nämlich der Tod. Da ist ein kleiner Verein über sich hinausgewachsen.

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