Hinter den Kulissen der Theaterproduktion "Wellness mit Nebenwirkungen" in Fraxern

Die lustige Theatercrew MACAMOTH BIROKO bereitet sich intensiv auf das neue Stück vor. Aufführungen: 11., 12. und 17., 18., 19. April in Fraxern.
Die lustige Theatercrew MACAMOTH BIROKO bereitet sich intensiv auf das neue Stück vor. Aufführungen: 11., 12. und 17., 18., 19. April in Fraxern. ©Monika Kathan
Interview mit Andrea Amann, Obfrau Theaterverein MACAMOTH BIROKO Fraxern.
Theaterprobe zu "Wellness mit Nebenwirkungen" MACAMOTH BIROKO Fraxern, März 2015

Fraxern. (kam) Der Theaterverein MACAMOTH BIROKO Fraxern führt alle zwei Jahre ein neues Stück im Jakob-Summer-Saal Fraxern auf. Heuer ist es wieder soweit. Derzeit laufen die Vorbereitungen und Proben zur Komödie „Wellness mit Nebenwirkungen“ auf Hochtouren. Der Kartenvorverkauf läuft bereits seit Anfang März. Kulisse und Bühnenbild sind im Werden. Bei einem exklusiven Interview mit Andrea Amann, Obfrau und Theaterproduzentin des Vereins, durfte VOL/VN-Heimat einen Blick in einen Probenabend werfen. Die Bilder zeugen davon.

Ganz typisch für Andrea Amann, was sie auch während dieses Interviews immer wieder betont, ist ihre Feststellung, dass sie keine Obfrau ist, die einsame Entscheidungen trifft, sondern sie EIN Team sind. „Ich habe großen Rückhalt von meinen Leuten und dafür bin ich sehr dankbar – ich bin halt nur zufällig die Obfrau. Ein Verein ist wie eine kleine Firma: Der Chef ist nur so gut, wie seine Mitarbeiter“, lobt sie immer wieder ihre Theater-Crew.

Ein Blick hinter die Kulissen einer solchen Theater-Team-Arbeit und die Inszenierung des neuen Stückes hier im Interview:

Wie kommt man zu einem Theaterstück? Aus welchem Pool können sich  Amateurtheater
„bedienen“?

Andrea Amann: Unser Verein ist Mitglied des „Landesverbandes der Amateurtheater“,  da können wir uns natürlich aus dem Archiv „bedienen“.  Ich habe, dank Internet, einen Verlag in Deutschland entdeckt, der eine Riesenauswahl an Stücken anbietet. Unsere jetzige Komödie, wie auch unser letztes Theaterstück  „Ladysitter“,  stammen  aus diesem Verlag.

Nach welchen Kriterien suchen Sie ein Theaterstück aus?
Andrea: Die ungefähre Anzahl der Schauspieler (m/w) ist natürlich ausschlaggebend. Da wir ja alle Laien sind, ist es wichtig die Charaktere der einzelnen Rollen auf uns „umzumünzen“. Es muss sich jeder in seiner Rolle „wohlfühlen, damit es funktioniert. Ich persönlich finde es sehr spannend, wenn wir nicht in für uns „typische“ Rollen schlüpfen. Ganz wesentlich bei der Stücksuche ist auch das Bühnenbild. Es muss für unsere Kulisse  umsetzbar sein. Glücklicherweise sind unsere männlichen Schauspieler hervorragende Handwerker, die an unserer  Kulisse wahre Wunder vollbringen. Ich treffe eine „Vorauswahl“ und gemeinsam mit meiner Stellvertreterin Silvia Nachbaur, einigen wir uns auf ein Stück – wenn es dann auch noch den Schauspielern gefällt, wird es genommen.

Wie viele Personen sind an der Umsetzung einer Aufführung beteiligt?
Andrea: Wir sind ein relativ kleines Team, das sich aus  acht bis zehn Schauspielern, einer Souffleuse, zwei Technikern und einer Maskenbildnerin zusammensetzt. Bei den fünf Vorstellungen können wir auf ein Heer von bis zu 60 freiwilligen Helfern zählen.

In welchem Zeitraum, wo und wie intensiv wird geprobt?
Andrea: Wir beginnen  meist  zwei bis drei Monate vor der Premiere mit den Proben.  Bis wir die Bühne im Jakob-Summer-Saal benützen können, proben wir in verschiedenen Räumlichkeiten. Seit neuem haben wir in der Gemeinde ein Besprechungszimmer, das den Vereinen zur Verfügung steht. Die Jahre zuvor hat uns die Feuerwehr dankenswerterweise  Unterschlupf gewährt. Zwei Mal wöchentlich wird geprobt und natürlich auch alles Organisatorische besprochen. Die „wirklichen“ Proben finden aber erst in der Kulisse statt. Zur Premiere hin werden die Proben vermutlich zeitlich noch intensiver.

Das aktuelle Stück ist eine Komödie, wie auch vor zwei Jahren. Davor waren es hauptsächlich Bauerntheater. Weshalb der Wandel?
Andrea: Ich liebe das Bauerntheater und es ist nicht ausgeschlossen, dass wir irgendwann  wieder einmal einen Bauernschwank spielen, wenn es ein entsprechend gutes Stück gibt. Mit „Ramba Zamba am Lido Maccaroni“ und „Hannes ist der Beste“  haben wir in der Vergangenheit schon Komödien gespielt.  Wir sind uns im Team einig, dass wir unserem Publikum eine gewisse Abwechslung bieten möchten. Der Erfolg des „Ladysitter“ (vor zwei Jahren, Anm. der Redaktion) gibt uns Recht.

Welches Stück bei MACAMAOTH BIROKO war ihr persönlicher Favorit?
Andrea: Das ist schwer zu sagen, da mir meistens das Stück, das wir gerade spielen, am besten gefällt. Am aufwendigsten war das Stück „Hannes ist der Beste“: Während bei uns in Fraxern das Gemeindeamt samt Jakob Summer Saal neu gebaut wurde und kein Stein mehr auf dem anderen war, suchten wir eine Ausweichmöglichkeit. Geprobt wurde in einer leerstehenden Halle in Weiler und aufgeführt wurde das Stück in Röthis.

20-Jahr-Jubiläum für euren Theaterverein in zwei Jahren. Gibt es schon Pläne, ob und wie das Jubiläum begangen wird?

Andrea:Es gibt vage Vorstellungen, aber wir werden gemeinsam  entscheiden, was wir machen werden. Eines ist aber sicher: Wir stecken alle Energie in ein neues Stück und hoffen, unsere Zuschauer damit zu begeistern.

Ohne vorab inhaltlich zu viel zu verraten: Was erwartet die Theaterbesucher bei „Wellness mit Nebenwirkungen“?
Andrea: Zwei befreundete Ehepaare verbringen  ein Wochenende in einem Wellnesshotel. Während die Damen sich ihren Schönheitsbehandlungen widmen, wandeln die Herren auf eigenen Pfaden. Ein Besuch der beiden Herren im benachbarten Nachtclub bringt sie in Schwierigkeiten, nachdem einer der beiden den BH einer Tänzerin entwendet, nichtsahnend, dass in diesem Wäschestück wertvolle Rohdiamanten eingenäht sind, die der Nachtclubbesitzer vor einer möglichen Razzia verstecken will.  Als die beiden Männer das Wäschestück zurückbringen wollen, um sich dadurch einen zweiten Nachtclubbesuch zu ermöglichen, ist es verschwunden. Dafür haben sie sich eine Flut von Problemen eingehandelt, von denen ihre Ehefrauen nichts wissen dürfen. Ein junger knackiger Masseur, sowie ein ständig im falschen Moment auftauchendes Zimmermädchen und ein nächtlicher Einbrecher sorgen für turbulente Szenen … zum Glück gibt es da noch die strenge Hoteldirektions-Assistentin, die für Ordnung sorgt … Es gibt mit Sicherheit wieder jede Menge zu Lachen für die Zuschauer bei dieser Komödie.

Bei der Frage nach Nervosität, die sich schon in der Theatercrew breit mache, kommt aus allen Seiten ein klares und lachendes: „Jetzt schon? Nein, nein, das sparen wir uns für die Premiere auf!“
Einzig die Souffleuse Sigi ist schon etwas nervös. „Unsere wandelbare Kassierin ist für alles einsetzbar. Heuer auch zum ersten Mal als Souffleuse. Da sie alle Schauspiel-Parts im Auge behalten muss, wird der Umfang dieses Jobs meist sehr unterschätzt“, so die stolze Obfrau.

Danke an Andrea Amann und das ganze MACAMOTH BIROKO-Team für die Möglichkeit dieses Blickes hinter die Produktions-Kulissen und das freundliche Interview.

 

Factbox – Zur Person

Andrea Amann, Obfrau Theaterverein MACAMOTH BIROKO Fraxern

  • Familie: verheiratet, 1 Sohn, 2 Stieftöchter
  • Beruf: Arzthelferin
  • Hobbys: Theater, Lesen, Kochen …
  • Lieblings-Theaterstück:  immer das, welches wir gerade spielen
  • Lieblingsbuch: „Der Prophet“ von Khalil Gibran (begleitet mich seit 32 Jahren)
  • Was ich gar nicht mag: Ungerechtigkeit, belogen zu werden, Falschheit
  • Lebensmotto (u.v.a.): „Urteile über keinen Menschen, in dessen Schuhen du nicht mindestens 14 Tage gegangen bist.“

AUFFÜHRUNGSTERMINE

„Wellness mit Nebenwirkungen“  – Komödie in drei Akten von Matt Sommer.

Aufgeführt von Theaterverein MACAMOTH BIROKO Fraxern im Jakob-Summer-Saal Fraxern

  • Premiere: Samstag, 11. April 2015 – 20 Uhr – ausverkauft
  • Sonntag, 12. April – 19 Uhr
  • Freitag, 17. April – 20 Uhr – ausverkauft
  • Samstag, 18. April – 20 Uhr – ausverkauft
  • Sonntag, 19. April – 19 Uhr

Kartenreservierung telefonisch bei Kornelia Hödl, Montag bis Freitag 17 bis 19 Uhr: 0664 3515708. Kartenpreis: 9 Euro

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