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Hillary Clinton gelang die Wende

Im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur hat die demokratische Senatorin Hillary Rodham Clinton den Siegeszug ihres innerparteilichen Konkurrenten Barack Obama gestoppt.

Die frühere First Lady gewann bei den Vorwahlen im Industriestaat Ohio und laut Prognosen des TV-Senders CNN auch in dem Schlüsselstaat Texas. “Wohin Ohio geht, geht die Nation!”, rief eine triumphierende Clinton am Dienstagabend (Ortszeit) jubelnden Anhängern zu.

Nach ihrem Comeback erklärte die 60-Jährige, der “historische Kampf” um die Investitur zur Präsidentschaftskandidatin der Demokratischen Partei fange jetzt erst richtig an. Auch Obama, der nach wie vor die meisten Delegierten für den Nominierungsparteitag hinter sich hat, gab sich siegessicher: “Wir werden die Nominierung gewinnen”, sagte der Senator von Illinois. Kommentatoren im US-Fernsehen gaben sich überzeugt: Das Duell der Demokraten geht weiter.

Bei den Republikanern steht Senator von Arizona, John McCain, als Kandidat bei der Präsidentenwahl am 4. November fest: Der 71-jährige Vietnamkriegsveteran gewann die Abstimmungen in Vermont, Ohio, Texas und Rhode Island mit klarem Vorsprung. McCain hat nach einer Zählung des TV-Senders CNN jetzt mindestens 1195 Delegiertenstimmen für den republikanischen Parteitag im September, vier mehr als notwendig. McCains religiös ausgerichteter Rivale, der Ex-Gouverneur und frühere Baptistenprediger Mike Huckabee, stieg nach erneuten Abstimmungsniederlagen aus dem Rennen aus.

Noch am Wahlabend läutete McCain den Kampf um das Weiße Haus ein. “Der wichtigste Teil des Wahlkampfs beginnt jetzt”, sagte er strahlend vor Anhängern in Dallas (Texas). Er werde die Entscheidung von Amtsinhaber George W. Bush verteidigen, das Regime Saddam Husseins im Irak zu vernichten. Auch kündigte er an, von Verbündeten künftig mehr Engagement im Afghanistan-Krieg zu fordern.

Hillary Clinton hatte einen Sieg in Ohio als extrem wichtig bezeichnet, um ihren Rückstand gegenüber Obama aufzuholen. Clintons Ehemann, Ex-Präsident Bill Clinton, hatte gesagt, seine Frau müsse in Ohio und Texas gewinnen, um weiter im Rennen bleiben zu können.

Nach Auszählung von über 80 Prozent der Wahlbezirke lag Clinton in Ohio mit 56 Prozent der Stimmen vorn, Obama kam auf 42 Prozent. In dem ebenfalls bevölkerungsreichen Texas führte Clinton nach Auszählung von rund der Hälfte der Wahlbezirke mit 50 Prozent gegen 48 Prozent. Allerdings gab es in Texas nach den demokratischen Vorwahlen am Abend nochmals parteiinterne Abstimmungen (Caucus), bei denen Obama führte.

Die Abstimmung in Rhode Island gewann Clinton mit 58 Prozent. Obama blieb in dem kleineren Neuengland-Staat Vermont mit 60 Prozent siegreich. Nachdem er bei den letzten elf Vorwahlen gewinnen konnte, ist nun der Ausgang des Zweikampfs um die demokratische Nominierung wieder völlig offen, meinten Kommentatoren. Führende Politiker der Demokraten hatten bereits zuvor Sorge geäußert, dass eine Fortsetzung des Duells zwischen Obama und Clinton die Partei vor eine Zerreißprobe stellen könnte.

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