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"High Noon" im Gösser!

Bregenz - Eine teilweise emotional geführte Debatte lieferten sich am Dienstag die Bregenzer Spitzenkandidaten in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Gössersaal.
Zum Protokoll
Bilder von der Wahldiskussion
Interview mit Harald Stifter
Interview mit Michael Ritsch
Interview mit Markus Linhart

Wobei in der von VN-Chefredakteur Christian Ortner und Raphaela Stefandl (ORF) moderierten Diskussion zeitweise der erwartete Zweikampf zwischen ÖVP-Bürgermeister Markus Linhart und SPÖ-Herausforderer Michael Ritsch dominierte. Beispielsweise in Bezug auf die Seestadt.

Ein Schlagabtausch

Denn dort habe die SPÖ einmal mehr erleben müssen, wie die ÖVP ihre Mehrheit handhabe, kritisierte Ritsch: „Der Bürgermeister hat uns nicht eingebunden, nicht ein einziges Mal ins Rathaus eingeladen, um das Projekt zu diskutieren.“ Bei keinem großen Projekt habe man die SP informiert. Linhart konterte verärgert: „Diese Behauptungen stimmen schlichtweg nicht.“ Bei der Festspielhaus-Sanierung, beim Hafen, bei der Seestadt, überall sei die SPÖ mit ihrem zuständigen Stadtrat eingebunden gewesen, regelmäßig habe man diskutiert. Und zu FPÖ-Spitzenkandidat Harald Stifter, der moniert hatte, dass das Projekt kein Konzept für Stadtplanung enthalte, sagte der Bürgermeister: „Sie kennen offenbar den Masterplan nicht.“ Was Stifter kritisierte, sei wichtiger Bestandteil des Projektes. Linhart und nachfolgend auch Gernot Kiermayr, Spitzenkandidat der Grünen, lobten dennoch die Einigkeit, mit der der Seestadt-Masterplan beschlossen worden sei. Dieses Projekt sei eine Chance für Bregenz, sagte Kiermayr, eine Chance vor allem, auch den ÖPNV auszubauen. Einigkeit? „Wir haben erkämpft, dass die Stadt überhaupt eine Mitsprachemöglichkeit bekommt“, sagte Bregenz-Denkt-Chef Karl-Heinz Marent. Harte Worte fielen auch in Bezug auf die Finanzpolitik. „Schwarz und Grün haben der Stadt die historisch höchste Verschuldung beschert“, kritisierte Stifter. Diese Koalition sei nicht in der Lage, die Stadt nach kaufmännischen Gesichtspunkten zu führen.

Debatte um die Verschuldung

Linhart konterte. Bregenz habe sich dank eines strengen Konsolidierungskurses in den vergangenen Jahren Luft verschaffen können, um nun in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit gegensteuern zu können. Dieses Argument ließ Ritsch nicht gelten. Zwischen 1970 und 1990, also zu SP-Zeiten, hätten die städtischen „Nettoschulden zehn Millionen Euro betragen“. Seither, sprich unter VP-Regentschaft, sei diese Netto-Verschuldung auf nunmehr „50 Millionen Euro angewachsen“. Von einem Konsolidierungskurs zu sprechen, „ist also komplett daneben“. Marent legte nach: „Die Stadt wird überall als Schuldnerin dargestellt“, Linhart habe jüngst sogar eine Feuerwehrleiter „geleast“. Für Marent ist dies „unerträglich“.

Rüge für die FPÖ-Politik

Für den Ausländerwahlkampf der FPÖ kassierte wiederum Stifter harte Worte. Die FP habe bei der Landtagswahl dank eines inakzeptablen Wahlkampfs zugelegt, ärgerte sich Ritsch. Die FP sei keine bürgerliche Partei, sondern habe eine „klare Nähe zum Rechtsextremismus“, kritisierte Vizebürgermeister Kiermayr. Linhart schloss an: „Ich lehne es ab, dass populistisch auf Stimmenfang gegangen wird, mit Themen, die ausgrenzen. Das richtet nur Schaden an.“ Stifter konterte. In der Achsiedlung etwa gebe es ein Sicherheitsproblem. SP und Bregenz-Denkt sprachen sich auch für die Schaffung eines Jugendzentrums auf dem Areal des ehemaligen Gasthofs „Schiff“ aus. Kiermayr sagte, der Standort solle jedenfalls in der Nähe des Bahnhofs liegen. Solle das Between weichen müssen, werde es einen neuen Platz bekommen, sagte Linhart.

VN-Umfrage: Was sind Ihre Ziele für die Gemeindewahl?

Markus Linhart (ÖVP): Ich hoffe, dass wir stärker werden können. Mein persönlicher Wunsch ist, Bürgermeister dieser Stadt bleiben zu können, um mit ganzem Herzen weiterarbeiten zu können. Meine Hoffnung ist, dass die Arbeit der vergangenen Jahre von den Wählern anerkannt wird. Ich rechne mit einer Stichwahl.

Michael Ritsch (SPÖ): Ziel ist, bei dieser Wahl irgendwo zwischen den 20 Prozent bei den Landtagswahlen und den 35 Prozent der letzten Gemeindewahl zu liegen. Umso mehr, umso besser. Wenn es zu einer Stichwahl kommt, freuen wir uns. Ich habe mir auf jeden Fall Zeit dafür freigeschaufelt.

Gernot Kiermayr (Grüne): Wir wollen stärker werden und den Weg der letzten fünf Jahre – den Weg der Offenheit, Toleranz, Transparenz und Teilhabe für alle – fortsetzen. Für eine Kulturstadt und Landeshauptstadt wäre Schwarz-Blau einfach undenkbar. Es stößt bei mir auf Unverständnis, dass die ÖVP das nicht ausschließt.

Harald Stifter (FPÖ): Unser Ziel ist, mit 12 Prozent Plus in den Stadtrat hineinzukommen. Ich bin mir sicher, dass wir unser Ziel mit unseren guten Themen erreichen werden. Es gibt genügend nicht gelöste Probleme im Bereich der Sicherheit. Probleme, die wir lösen werden. Wir werden sehen, wie der Bürger entscheidet.

Karl-Heinz Marent (Bregenz Denkt): Unser Ziel für die Gemeindewahlen ist, ein Mandat dazuzugewinnen, dann hätten wir insgesamt drei Vertreter. Die Chancen dafür stehen gut. Meiner Meinung nach ist die Stimmung derzeit sehr gut für uns. Wir haben gute Arbeit geleistet, der Bürgermeister kann das sicher bestätigen.

Video: Interview mit Markus Linhart

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Video: Interview mit Michael Ritsch

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Video: Interview mit Harald Stifter

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