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Hetzjagd durch den australischen Busch

©Shourot
Philipp Ludescher gewann bei der Crocodile Trophy eine Etappe und war drei Mal auf dem Podest.

Philipp Ludescher feierte bei der Crocodile Trophy in Australien ein erfolgreiches Renndebüt auf dem Mountainbike. Der Röthner verbuchte beim zehntägigen Etappenrennen über ursprünglich geplante 1162 Kilometer und 13300 Höhenmeter einen Sieg auf dem neunten Streckenabschnitt vom Cooktown nach Ayton. Der Straßenspezialist setzte sich nach 80 Kilometern und 1100 Höhenmetern mit einer Zeit von 2:37:26 Stunden im Sprint gegen Ex-Marathon-Europameister Allan Oras aus Estland durch. „Wir haben gezeigt, dass Mountainbiken nicht unbedingt ein Einzelsport ist. Nur als Mannschaft konnten wir unsere fahrtechnischen Defizite ausgleichen“, erklärte Ludescher, der gemeinsam mit Straßenprofi René Haselbacher für das Team McSabotage startete. Zuvor feierte der Vorarlberg-Corratec-Fahrer zwei zweite und einen dritten Etappenrang. Damit beendete der MTB-Rookie das Rennen auf dem zehnten Gesamtrang. Der mit 23 Jahren jüngste Teilnehmer im Feld wurde hinter Christoph Tschellnig, der Rang sechs belegte, zweitbester Österreicher. Ludescher ist erst der zweite Vorarlberger nach Matthias Buxhofer im Jahr 2005, der an der Crocodile Trophy teilnahm. Dieser gewann ebenso eine Etappe und wurde Gesamtfünfter beim laut Veranstalter härtesten und längsten MTB-Etappenrennen der Welt.

„Brutale Bedingungen“

Den Sieg sichert sich M3-Triumphator Urs Huber aus der Schweiz vor Olympiasieger Bart Brentjens aus den Niederlanden. René Haselbacher belegte Rang 16, Vorarlberg- Corratec-Profi Christoph Sokoll brach sich das Schlüsselbein und gab nach der siebten Etappe auf. „Die Bedingungen waren brutal. 46 Grad Hitze, schlammige Flussdurchquerungen, rippigen Schotterpisten und viel Staub. Es war eine Hetzjagd durch den aust­ralischen Busch, ein Abenteuer pur“, resümierte Ludescher, der vom Kettenriss bis zur Reifenpanne alles aufweisen konnte. Ein tragischer Todesfall überschattete das Etappenrennen. Ein niederländischer Fahrer starb nach der fünften Etappe nachts in seinem Zelt, die sechste Etappe wurde abgesagt. „Von da an wurde das Rennen zur absoluten Nebensache“, meinte Ludescher nachdenklich.

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