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"Herzliche" Identitären-Begrüßung - Kritik an FPÖ-Generalsekretär

Schnedlitz soll die Identitären 2016 "herzlich" in Wien begrüßt haben.
Schnedlitz soll die Identitären 2016 "herzlich" in Wien begrüßt haben. ©PHILIPP SIMONIS/PHOTO SIMONIS/APA/VOL.AT/Bildmontage
Er sitzt für die Freiheitlichen im Nationalrat, ist Bürgermeister-Stellvertreter in Wiener Neustadt sowie Landesparteisekretär der niederösterreichischen FPÖ - und ab sofort auch neuer FPÖ-Generalsekretär: Michael Schnedlitz. Nach Wiener Neustadt verschlug es den 35-Jährigen, gebürtigen Salzburger nach der Skihauptschule Murau, weil er dort gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder das Militärrealgymnasiums besuchte.
Vilimsky und Hafenecker treten zurück

Wien. Dort lernten die beiden auch den nunmehrigen niederösterreichischen Parteichef Udo Landbauer kennen. Seit dem verbindet Schnedlitz eine Freundschaft mit dem zwei Jahre jüngeren Landbauer, als dessen Vertrauensmann der neue General gilt. Nach Landbauers Rücktritt im Zuge der NS-Liedergut-Affäre bei der Burschenschaft Germania hat Schnedlitz auch dessen Landtagssessel vorübergehend warm gehalten.

Linie fehlte bei anderen Parteien

Zur FPÖ kam er, weil ihm nach eigenen Angaben bei den anderen Parteien die Linie fehlte. Seine politische Laufbahn führte ihn über den Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ) in Niederösterreich in den Gemeinderat von Wiener Neustadt, wo er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder saß. Im Dezember 2013 wurde er dort schließlich als Stadtrat angelobt. Nach den Gemeinderatswahlen im Jahr 2015 wurde er Bürgermeister-Stellvertreter und Stadtrat für Wohnen und Soziales. Im September 2018 folgte Schnedlitz Christian Hafenecker als Landesparteisekretär der FPÖ Niederösterreich nach.

Jetzt ist es umgekehrt. Die Neuaufstellung der Partei nach der durch das Ibiza-Video ausgelösten Krise, spülte den 35-Jährigen nun ins Generalsekretariat der Freiheitlichen. Damit löst er neben Hafenecker mit Harald ViIlimsky einen der am längsten dienenden Generalsekretäre einer Partei in Österreich ab. Der 35-Jährige soll dort nicht zuletzt für einen moderneren Kommunikations-Auftritt sorgen.

Ein "herzliches Willkommen" für die Identitären

Ein solcher aus dem Jahr 2016 könnte jetzt neuerlich für Kritik sorgen: Laut einem Dossier von "SOS Mitmensch" soll Schnedlitz bei einer Kundgebung im Jahr 2016 gesagt haben: "Liebe Identitäre Bewegung, ich begrüße euch recht herzlich in Wiener Neustadt! Hier seid ihr herzlich willkommen! Bewegungen wie die Pegida in Deutschland, die sind die Speerspitze, die die Bevölkerung im Kampf gegen die Bundesregierung und gegen dieses System noch brauchen wird."

Zur Person: Michael Schnedlitz, geboren 3. März 1984 in Tamsweg (Salzburg). Von 2010-2014 Gemeinderat in Wiener Neustadt, Verkehrsstadtrat von 2013-2015. Seit 2015 Bürgermeisterstellvertreter und Stadtrat für zialalration ration und Wohnen. 2018 saß er im niederösterreichischen Landtag. Ab 2018 wurde Landesparteisekretär. Seit 23. Oktober 2019 Abgeordneter zum Nationalrat. Schnedlitz ist verheiratet und hat zwei Kinder.

(APA)

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