Heras holte Vuelta-Führung zurück

Roberto Heras holte sich am Sonntag auf der letzten Berg-ankunft die bei der Spanien-Rundfahrt die Führung zurück. Der Vorjahressieger distanzierte Denis Mentschow um über fünf Minuten und steht vor seinem vierten Vuelta-Sieg.

Roberto Heras hat bei der “Vuelta a Espana” die Karten auf den Tisch gelegt. Der 32-jährige Spanier distanzierte bei der Bergankunft der 15. Etappe in Valgrande Pajares den bisherigen Spitzenreiter Denis Mentschow (RUS) um 5:17 Minuten und schlüpfte als überzeugender Etappensieger ins Goldtrikot des Gesamtführenden. Für Heras, der in den vergangenen Tagen unter einer Knieverletzung schwer gelitten hatte, war es der Tag der letzten Chance. Am Vortag hatte es laut der baskischen Zeitung “El Correo” noch “Heras größte Niederlage” gesetzt. Der Kletterspezialist klassierte sich bei der vorletzten Bergankunft in Lagos de Covadonga hinter Mentschow, der seine Stärken im Zeitfahren hat und auf einen 39 km langen Kampf gegen die Uhr am Samstag hofft.

“Mentschow hat den Titel vor Augen”, hatte die Zeitung “ABC” noch am Sonntag getitelt. Auf der finalen Bergetappe in Asturien brach der Russe jedoch im strömenden Regen völlig ein, liegt in der Gesamtwertung bereits 4:30 Minuten hinter dem neuen Leader. Auch auf die weiteren Podest-Anwärter aus Spanien, Carlos Sastre und Francisco Mancebo, verlor er wertvolle Sekunden.

Der große Sieger des Tages hieß aber Roberto Heras. Der kleine Mann aus Bejar, der schon vor dem ersten langen Zeitfahren in Lloret de Mar (Sieger Mentschow) die Führung inne gehabt hatte, attackierte erstmals 55 Kilometer vor dem Ziel. Auf der vorletzten Steigung ließ der ehemalige Edel-Domestik von Lance Armstrong dann seine Rivalen stehen, schloss zu einer größeren Spitzengruppe auf, in der auch drei seiner Teamkollegen von Liberty Seguros vertreten waren. Heras’ Endspurt folgte auf dem bis zu 17 Prozent steilen Schlussanstieg zur “Puerto de Pajares” (1.380 m), wo der spanische Vorzeige-Kletterer nach seinen Erfolgen von 2000, 2003 und 2004 den den Grundstein zum zweiten Titel-Hattrick der Vuelta-Geschichte legte. Den hat bis dato nur der Schweizer Tony Rominger zwischen 1992 und 1994 geschafft.

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