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Heilkräuter als unterstützende Arznei

Referent Mag.pharm.Günter Stadler, Claudia Längle (Connexia), Markus Rusch (Gem.Lustenau, für Soziales)
Referent Mag.pharm.Günter Stadler, Claudia Längle (Connexia), Markus Rusch (Gem.Lustenau, für Soziales) ©Manuela Hagspiel
Referent Mag. Pharm. Günter Stadler sprach über die 20 beliebtesten Heilkräuter in der österreichischen Volksmedizin.
Heilkäuter als Arzneischatz

Die Gemeinde Lustenau organisierte letzten Donnerstag einen Vortrag über Heilkräuter in Zusammenarbeit mit dem Krankenpflegeverein, dem Sozialdienst Lustenau und dem Mobilen Hilfsdienst.

Bekannte Heilkräuter

Das wohl beliebteste Kraut ist das Johanniskraut, nicht zu verwechseln mit dem Flügeljohanniskraut, welches beruhigend und antidepressiv wirkt und bei tiefen Schürfwunden oder eitrigen Wunden eingesetzt werden kann. Ende Juni werden die Blütenköpfe gesammelt, in ein durchsichtiges Glas gefüllt und mit einem guten Öl, zum Beispiel einem hochwertigen Olivenöl, aufgefüllt. Wenn man zu dieser Mischung Glaubersalz dazu gibt, wird der Pflanze das Wasser entzogen, so wird das Öl weniger schnell ranzig. Das fertige Johannisöl wird dann in kleine dunkle Fläschchen abgefüllt.

Der Holunder ist von der weißen Blüte bis hin zu den Beeren ein herrliches Heilkraut. Mit Lindenblüten und Hagebutten kombiniert wirkt der Holunder als Teesud unterstützend bei Fieber. Bei den schwarzen Beeren sollten zuerst die Kerne entfernt werden, da diese Blausäure enthalten, und dann gekocht werden. Dies wirkt besonders bei Immunschwächen wie eine Starthilfe. Nicht zu verwechseln mit dem kleingewachsenen Zwergholunder, der sehr giftig ist.

Arnica sollte in der Hausapotheke nicht fehlen, denn es ist ein Akutmittel bei Blutungen, Prellungen, Verstauchungen, Muskelkater, Gelenkschmerzen und auch nach Operationen kann es eingenommen werden. Als Globoli und Salbe oder äußerlich als Schnapsansatz hilft es bei diesen Beschwerden. Die gelben Blütenblätter hängen nach unten, sind eher schlampig angeordnet, der Stängel weist in der Mitte vom Stiel seitlich zwei kleine Stängelblätter auf, sowie die Bodenblätter. Arnica wächst nur auf saurem Boden, zum Beispiel in Mooren, auch hier werden die Blüten gesammelt und verarbeitet.

Der Knoblauch, eine unglaubliche Pflanze, wirkt Blutdruck regulierend, und sollte in keiner Küche fehlen. Er ist durchaus ersetzbar mit dem Bärlauch, welcher aber nicht mit dem Maiglöckchen verwechselt werden darf, da auch dieses Kraut hochgiftig ist.

Bärlauch als Pesto, als Knödel, auf Salaten, in Suppen wertet ein Gericht nicht nur geschmacklich auf, sondern belebt auch den Körper.

Die Brennnessel findet man fast überall und ist ebenfalls eine wirkungsvolle Pflanze. Als Tee gekocht, entschlackt sie, wirkt blutreinigend und Stoffwechsel anregend. Brennnesselsamen aktivieren den Körper. Einfach abstreifen und in einem Glas aufbewahren, über Salate, in Müslis oder in Smoothies helfen diese gegen Arthritis, Artrose, Gelenkschmerzen, Rheuma, Niere und Galle werden angeregt aber auch bei Prostata-Beschwerden oder Blasenentzündungen kann sie positive Veränderungen erzielen.

Die Ringelblume ist eine Pflanze die sich gut vermehrt. Sie ist die am meist verwendete Heilsalbe, da Zellen schneller regenerieren können. Auch als Tee, in Kombination mit Käsepappel und Kamillenblüten verwendet man ebenfalls bei entzündlichen Beschwerden, vor allem bei Magenbeschwerden werden sie häufig eingesetzt.

Die Schafgarbe nimmt „Frau“ gern in den Wechseljahren, oder bei krampfartigen Beschwerden, wobei beim letzteren das Fingerkraut auch zum Einsatz kommen kann.

Die Wegerich-Sorten, wie Spitzwegerich oder Breitwegerich, werden vor allem bei Husten und Bronchialbeschwerden eingenommen. Spitzwegerich wird in ein Glas abwechslungsweise mit Honig oder Zucker geschichtet und stehen gelassen oder in der Erde vergraben. Die Schleimstoffe gehen in den Honig über und lindern somit den Hustenreiz. Zerkaut man den Spitzwegerich im Mund und legt den Brei auf eine Wunde, bewirkt dies fast Wunder. Die Wunde heilt viel besser und eitert nicht.

Abschließend meinte Mag. Stadler noch: „Unser Körper kann viel mehr als man glaubt!“ Vor allem mit einer gesunden Ernährung und den Hilfsmitteln, die uns die Natur zur Verfügung stellt, können wir unserem Körper zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden verhelfen.

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