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Heeres-Chaos mit Folgen für Vorarlberg

(VN) Bregenz - Der Machtkampf im Bundesheer zwischen Verteidigungsminister Norbert Darabos und General Edmund Entacher, der bekanntlich mit dem Rauswurf des Generalstabs-Chefs des Bundesheeres endete, könnte nun auch Folgen für Vorarlberg haben. Die Kompanie in der Walgaukaserne könnte erneut bedroht sein.
Kompanie bleibt bestehen

Entacher war jener Mann, der Ende 2010 die Zusage gab, dass eine zuvor von der Auflösung bedrohte 120 Mann starke Kompanie in der Walgaukaserne doch erhalten bleibt. Entacher hatte damals erklärt, dass Vereinbartes auch halten müsse – und sich damit auf eine 2005 abgeschlossene Vereinbarung zwischen dem Bund und dem Land berufen. Was aber gilt jetzt? „Wir gehen davon aus, dass Entachers Handschlagsqualität auch auf seinen Nachfolger Othmar Commenda übergeht“, sagt Oberst Josef Müller, der Präsident der Offiziersgesellschaft Vorarlberg. Commenda ist ja jener Mann, der nach Entachers Abgang nun als Generalstabschef des österreichischen Bundesheers fungiert. Nur: In der momentanen Situation, in der sich das Bundesheer befindet, ist nichts wirklich sicher. Das gibt auch Müller zu bedenken: „Ich gehe davon aus, dass die Vereinbarung hält. Nur ist das ohne Gewähr.“

„Wir bleiben wachsam“

Oder anders gesagt: Es gebe momentan kaum eine Möglichkeit, dies auch zu verifizieren. Ergo müsse man wachsam bleiben: „Wir werden die genaue Entwicklung in dieser Sache sehr aufmerksam verfolgen.“ Landesrat Erich Schwärzler legt nach: „Wir werden in Wien einfordern, dass die von Entacher getroffenen Zusagen auch am Tag danach gelten.“ Er bleibe am Ball, er bleibe wachsam: „Sobald klar ist, wer da nun zuständig ist, werde ich in Wien die Sache besprechen. Vereinbartes muss halten.“ Schwärzler deutlich: „Hände weg von dieser Kompanie.“ Wie die VN berichtet hatten, hätte eine Auflösung besagter Kompanie schwerwiegende Folgen für Vorarlberg. Unter anderem im Katastrophenfall. Die Schließung der Kompanie hätte bedeutet, dass 75 Prozent der hiesigen Grundwehrdiener ihren Präsenzdienst außerhalb Vorarlbergs hätten verrichten müssen – und im Katastrophenfall damit nicht mehr so rasch wie bisher vor Ort hätten sein können. Laut Entachers Zusage vom 22. Dezember 2010 hätte die Kampf­unterstützungskompanie nur „umgetauft“ – respektive in eine Gebirgsjägerkompanie umgewandelt werden sollen. Was ist nun Sache? Im Bundesheer war man gestern vor allem mit einer Sache beschäftigt – die Geschäfte des „Generalstabchefs Alt“ an Nachfolger Commenda geordnet zu übergeben, „damit wir keine Lücken haben“, wie Oberst Peter Maier auf VN-Anfrage erklärte. Was aber ist nun mit der Kompanie? Gilt Entachers Zusage auch nach dessen Abgang? Maier, als Adjutant des Generalstabschefs „für den Wissenstransfer zuständig“, kann „auf diese Frage keine Antwort geben“. Aber: „Die Sache wird weiter­geleitet, damit sie nicht in Vergessenheit gerät.“ Nur: Bis wann eine Antwort möglich sei, konnte Maier gestern nicht sagen. Fix ist aber, dass Generalleutnant Commenda im Frühjahr Vorarlberg einen Besuch abstatten wird, „um alle diese Dinge zu besprechen“.

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