Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Hatler Bauingenieur mit Handschlagqualität und sozialem Herzschlag

Bruno Fussenegger in seinem Gemüsegarten. In der Gartenarbeit findet er den Ausgleich in seinem unruhigen Ruhestand.
Bruno Fussenegger in seinem Gemüsegarten. In der Gartenarbeit findet er den Ausgleich in seinem unruhigen Ruhestand. ©Edith Hämmerle
Bruno Fussenegger erzählt aus seinem aktiven Berufsleben und seinem unruhigen Ruhestand.
Bruno Fussenegger

Dornbirn. Alles, was mit Wasser und Bau zu tun hat, prägt sein berufliches Leben. Nach dem Studium war seine erste Arbeitsstelle beim Landeswasserbauamt Bregenz, wo er die Leitung der Wasserversorgung übernahm sowie das Amt als Sachverständiger für Wasserbau. „Leben und leben lassen“ war seine Einstellung. Er suchte immer die friedliche Lösung. Doch bei all den Tätigkeiten in und neben seinem Beruf ist der leidenschaftliche Bauingenieur ebenso leidenschaftlich Familienmensch. Die Rede ist von Bruno Fussenegger. Seines Zeichens Hatler mit Leib und Seele. Viel Seele mit viel Engagement bringt er auch in seiner Pfarrgemeinde ein. Das bereits seit 25 Jahren zusammen mit seiner Frau Annemarie. Sei es im Lektorendienst, bei der Totenwache oder im Osterkerzen-Team, kurz gesagt, überall wo Hilfe in der Pfarre benötigt wird, ist das Ehepaar einsatzbereit. Dass dies ehrenamtlich geschieht, ist für beide selbstverständlich. Eine weitere Tätigkeit um Gotteslohn hat der vierfache Familienvater drei Jahre nach Pensionsantritt übernommen. Als die Sanierungsphase im Dornbirner Kloster 2013 eingeläutet wurde, war der Ruf nach einem Bauleiter laut. Nachdem ein Kloster kein Geld hat, sollte es einer sein, der die Arbeit umsonst macht. „Mit diesen Worten kam damals Altbürgermeister Wolfgang Rümmele, der das Amt als Freundeskreis-Obmann frisch übernommen hatte, auf mich zu“, erzählt Fussenegger mit einem Schmunzeln. Spontan kamen ihm die letzten 25 Berufsjahre bei der Stadt Dornbirn in den Sinn. Er war Leiter des Wasserwerks. „So war Rümmele als damaliger Bürgermeister viele Jahre mein Chef, und ein vorbildlicher obendrein“, fügt Fussenegger hinzu, „da konnte ich schlecht Nein sagen. Aufgrund meiner Zusage entwickelte sich dann eine weitere gute Zusammenarbeit im Dienst für das Kloster“, erwähnt Fussenegger und spricht gleichzeitig sein Bedauern über das plötzliche Ableben des Altbürgermeisters aus. Apropos Ehrenamt oder umsonst arbeiten: „Mit zunehmender Lebenserfahrung weißt du, dass das, was du für andere tust, in irgendeiner Form zurückkommt“.

Kirchliche Bauten

Gerne erinnert sich Fussenegger an die kirchlichen Bauten unter seiner „Regie“ in seinem Heimatort. An die Erweiterung des Pfarrheims, die Sanierung des Pfarrhofs und den Zubau des Pfarrbüros im Hatlerdorf sowie an den Neubau des Pfarrheims Wallenmahd 1991. Das habe ihn näher zur Kirche und deren Anliegen gerückt. Dadurch sei auch ein freundschaftlicher Kontakt mit dem damaligen Pfarrer Bernhard Schuchter und Hubert Lenz, der zu dieser Zeit Kaplan im Hatlerdorf war, entstanden, erzählt Fussenegger aus seiner Berufszeit. Unbestritten war er in seinem Metier ein Idealist. „Einen Beruf, den man leidenschaftlich ausübt, verlässt man meistens nicht einfach mit dem Eintritt in den Ruhestand“, lacht der heute 71-Jährige. Denn ruhig mag es der Senior, der außerdem für seine Handschlagqualität bekannt ist, ganz und gar nicht. Dabei erwähnt er seine fünfjährige Mitarbeit im Projektteam RHESI. Das Projekt konnte 2017 positiv abgeschlossen werden: Der hochwassersichere Ausbau am Rhein wird nun unter Beachtung und Schonung der bestehenden Brunnenanlagen realisiert.

Natur und Garten

Seine Naturverbundenheit lebt Bruno Fussenegger nicht nur in seinem Garten aus. Er sei für das Gemüse zuständig, seine Frau für die Blumen, meint er nebenbei. Ganz im Sinne der Natur ist er seit 2009 Geschäftsführer der Alpe Wöster (Gemeindegebiet Lech), mit den Alpen Hasengerach, Laubach und Nest am Dornbirner First. Es obliegen ihm die Abwicklung des Schriftverkehrs, Ansuchen und Förderungen für die Alpung mit 500 Stück Vieh sowie die Verwaltung der über 600 Anteilsrechte (Weiderechte) in ehrenamtlicher Tätigkeit. Auf diese herausfordernde Aufgabe sei er ein bisschen stolz, „denn die Lecher sind ja bekannt dafür, dass sie die Agenden nicht gerne in „fremde“ Hände legen“, betont der bodenständige Hatler und lächelt dabei zufrieden. Obwohl die Liste mit einigen „Nebenämtchen“ fortzusetzen wäre, bleibt genügend Zeit für seine Enkelkinder. Drei von ihnen sind gleich nebenan zu Hause. So war heuer der statische Rat des Opas beim Errichten einer großen Baumhütte gefragt. „Die Familie hat immer Vorrang“, erwähnt er freudestrahlend auch die Geburt seines sechsten Enkelkindes, das vor Kurzem das Licht der Welt erblickte.

Zur Person:
DI Bruno Fussenegger
Geb.: 1948
Wohnort: Dornbirn Hatlerdorf
Familie: verheiratet mit Annemarie, 1 Tochter, 3 Söhne, 6 Enkel
Beruf: Bauingenieur, seit 2010 in Pension
Ausbildung: Studium Bauingenieurwesen in Graz mit Wahlfachausbildung: Siedlungswasserbau (Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung), Flussbau, landw. Wasserbau (Bewässerung), Kraftwerksbau. Diplomarbeit: Erschließung des Grundwasserfeldes in Mäder.
Hobbys: Garten, Radfahren, Lesen (vorwiegend Fachzeitschriften), Kochen
Lebensmotto: „Leben und leben lassen“

 

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Dornbirn
  • Hatler Bauingenieur mit Handschlagqualität und sozialem Herzschlag
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen