"Harry, fahr den Wagen vor!"

Die Austria-Ampel soll mit Mittelfeldmotor Harry Dürr wieder auf Grün geschaltet werden.

“Harry, fahr schon mal den Wagen vor!” Ein Kult-Zitat aus der Krimiserie Derrick, das auch auf Austria-Urgestein Harald Dürr perfekt passt. Lustenaus “Harry” geht zwar nicht wie der Oberinspektor auf Verbrecherjagd, dafür soll der Austria-Kapitän dafür sorgen, dass der grün-weiße Wagen wieder nach vorne fährt. Nach zwei ernüchternden Niederlagen muss – wieder mit dem Kapitän an Bord – heute gegen Gratkorn die Austria-Ampel wieder auf Grün zeigen. “Wir werden als Mannschaft heute alles geben und bauen auf unsere treuen Fans”, hofft Dürr auf eine Schubumkehr. Die vielen Ausfälle in den ersten Spielen waren mit ein Grund für den schlechten Start mit nur drei Punkten aus drei Spielen. “Besonders im Angriff merkte man das Fehlen von Rabihou deutlich”, so ein Kapitän, der für heute zuversichtlich ist.

Eitrige Mandeln

Eitrige Mandeln setzten den 30-Jährigen in den ersten drei Spielen außer Gefecht. Die Rückkehr des Ur-Austrianers, der am 14. Juli 1999 sein ers­tes Ligaspiel für die Austria bestritt, steht auch für eine neue Aufbruchsstimmung im Team. Dürr ist der treibende Motor im Austria-Mittelfeld, der selbst dann noch läuft, wenn ein Spiel bereits verloren scheint. Die Kämfernatur stellt sich heute – etwas passend zum Derrick – auf Krimistimmung ein, die für die Austria ein “Happy End” haben soll. Mit Gratkorn gastiert heute eine Mannschaft ins Reichshofstadion, die lange Zeit als Angstgegner der Austria galt. Zuletzt feierten die Grün-Weißen jedoch zwei Siege gegen die Steirer. Vielen ist noch das 7:1 vom Frühjahr in Erinnerung. Der höchste Sieg, den die Austria in einem fremden Stadion feierte.

Kommt Philipp Netzer?

Eher unwahrscheinlich ist, dass die Austria nach der Verpflichtung von Edin Salkic (von Sturm Graz ausgeliehen) eine weitere Verstärkung holt. Philipp Netzer trainiert zwar mit, doch Austria-Präsident Hubert Nagel sieht keinen großen Bedarf an dieser Position. “Was uns mehr helfen würde, ist ein Stürmer.” In dieser Hinsicht glaubt der Präsident aber an den Tunesier Ali Kridene. Nagel: “Er kam ohne Training zu uns. Da ist klar, dass er noch keine Wunder wirken kann. Und wenn Rabihou wieder fit ist, sind wir vorne gut besetzt.” Der schlechte Meisterschaftsstart beunruhigt den Austria-Boss nicht: “Wir spielten zuletzt gegen zwei äußerst starke Gegner. Und wir erwischten sie zu einem für uns ungünstigen Moment.”

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