Harder Beschäftigte testen Bus und Bahn

©VN/Kamper
Hard - Zum Teil buchstäblich "neue Wege gehen" wollen die vier großen Harder Arbeitgeberbetriebe Alpla, Faigle, Künz und Mawera in Sachen Mitarbeiter-Mobilität.

Wie heute Sprecher der vier Unternehmen im Beisein von Bürgermeister Hugo Rogginer, Wirtschaftskammer-Präsident Manfred Rein und Verkehrsverbund Vorarlberg-Geschäftsführer Christian Österle bekanntgaben, werden in den kommenden Wochen zehn Prozent besagter Firmenbelegschaften den Umstieg auf Bus und Bahn zumindest versuchen.

Durchgeführt wird das Projekt im Rahmen der Initiative plan-b, die von den Gemeinden Hard, Kennelbach, Lauterach, Schwarzach und Wolfurt sowie der Stadt Bregenz mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, der „sanften Mobilität” bei Schulbesuch, bei Großveranstaltungen und sonstiger Freizeitgestaltung und eben auch beim Weg zur und von der Arbeit zum Durchbruch zu verhelfen. Wer zu Fuß geht, radelt oder Bus und Bahn den Vorzug vor dem kostspieligen Privat-Pkw gibt, betreibe aktive Gesundheitsvorsorge, Stressabbau, Schonung von Umwelt, privatem Budget und auch der immer knapperen Bodenreserven im Umfeld der Unternehmen.

Wie Uwe Breuder (Alpla), Dietmar Schrümpf (Faigle), Caroline Berkmann (Künz) und Mag. Rainer Bösch (Mawera) ausführten, beteiligten sich zuletzt 756 der über 1000 Beschäftigten der vier Unternehmen an einer Mobilitätsbefragung. Nur für 55 Prozent ist der Pkw dezidiert „einziges fragliches” Verkehrsmittel – dem großen Rest gilt es ein entsprechendes Angebot zu unterbreiten. WKV-Chef Rein forderte in dem Zusammenhang vom Finanzminister, die von Firmen ihren Mitarbeitern bezahlten ÖPNV-Jahreskarten nicht als „Sachbezug” zu bewerten, für den der Jahreskartenbenützer heute Lohnsteuer zahlen muss. VVV-Chef Österle verwies auf ein seit Neujahr gültiges Angebot für Schüler und Lehrlinge, eine Jahres-Jugendkarte für 192 Euro, mit der die jungen Menschen im ganzen Bundesland öffentliche Verkehrsmittel beliebig frequentieren können. Zudem habe man das Zugangebot gewaltig verdichtet, an die 160.000 Fahrplankilometer zusätzlich bereitgestellt.

WKV-Präsident Rein erinnerte daran, dass der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) seit 1992 systematisch forciert wurde, allein ins Schienenangebot wurden seither umgerechnet 1 Mrd. Schilling investiert. „Und in die Kapazitätssteigerung/Attraktivierung des ÖPNV fließen in Vorarlberg nach wie vor pro Jahr 70 Mill. Euro”, rechnete der Kammerchef vor, der für die Thematik viele Jahre als Landesrat zentral verantwortlich gewesen war. Da 40 Prozent sämtlicher Autofahrten unter 5 Kilometer weit führen, kann hier laut Rein noch ein enormes ÖPNV-Potenzial gehoben werden.

Facts zum Thema

 

43 Prozent aller Autofahrten im Land sind unter 5 Kilometern.

Seit 1992 wurden im Land in die Schiene 70 Mill. Euro investiert, 70 Mill. Euro fließen jährlich in den regionalen ÖPNV-Ausbau und -Unterhalt insgesamt.

Über 60 Prozent der über 1000 Beschäftigten von Alpla, Faigle, Künz und Mawera wohnen in Hard oder einer direkten Nachbargemeinde.

 

 

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