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Hard: Noch ein Anlauf für Abstimmung

In dieser Halle soll der Harder Gemeindesaal entstehen. Die Fassade wird völlig erneuert.
In dieser Halle soll der Harder Gemeindesaal entstehen. Die Fassade wird völlig erneuert. ©A. J. Kopf
FPÖ-Fraktion kritisiert erneut Gemeindesaal „Wirke“ im einstigen Wolff-Areal Die Harder sollen selbst entscheiden, ob sie den künftigen Gemeindesaal tatsächlich in der einstigen „Wirke“ der Gebrüder Wolff wollen. Das fordert die FPÖ-Fraktion in einer Aussendung.

Darin wird auch kritisiert, dass die 530 Sitzplätze viel zu viel sind für eine Gemeinde wie Hard. „Der Bürgermeister legt keinen Wert auf Ihre Meinung! Wir schon!“ heißt es in dem Flugblatt. Der FPÖ-Antrag, über das Projekt „Wirke“ eine Volksabstimmung abzuhalten, wurde bekanntlich im Jänner 2012 von der Gemeindevertretung mit 2/3-Mehrheit (22 zu 11 Stimmen) abgelehnt.

„Die 500 Sitzplätze gibt es lediglich bei Konzertbestuhlung. Da passen in Säle wie den Cubus in Wolfurt erheblich mehr Leute! Wenn bewirtet wird, sieht der neue Saal Platz für etwas mehr als 400 Personen vor.“ Bürgermeister Harald Köhlmeier wundert sich über die Behauptungen in dem Flugblatt, das über Ostern an die Haushalte verteilt worden ist. Im FPÖ-Blatt wird erklärt, dass „nach Rücksprache mit Vereinen“ ein Saal für bis zu 300 Personen in Hard ideal und leistbar wäre.

Vereine waren eingebunden

Dazu der Harder Bürgermeister: „Alle großen Vereine im Ort waren in die Vorbesprechungen eingebunden. Ihre Meinungen wurden berücksichtigt.“ Derzeit werden die Details geplant. Harald Köhlmeier: „Natürlich prüfen wir auch Varianten mit Trennwänden. Die Wirke ist für multifunktionelle Nutzung vorgesehen, Kulturveranstaltungen oder Firmenanlässe sollen Platz haben.“ Und 300 Personen bringt man ja auch im noch bestehenden Seezentrum unter, erläutert Harald Köhlmeier. Und dieser Saal hat sich schon oft als viel zu klein erwiesen für eine Gemeinde mit rund 13.000 Einwohnern.

FPÖ: ,,Bevölkerung soll mitentscheiden“

Für den Harder FPÖ-Mandatar Ing. Johannes Reumiller geht es aber nicht nur um die Zahl der Sitzplätze. „Ein Projekt in dieser Dimension sollte nicht nur von 33 Mandataren fixiert werden. Wir möchten, dass die Bevölkerung mitredet.“ Die Beschlüsse seien übereilt gefallen, die Fraktionen erhielten, so Reumiller, das Zahlenmaterial sehr spät. „Ebenso sind die Alternativen in Seenähe, wie Seezentrum und Thaler-Areal, nicht wirklich geprüft worden.“

FPÖ für Saal in Seenähe

In ihrer Aussendung plädiert die FPÖ Hard für einen Saal-Standort näher am Seeufer. Denn: „Das Seeufer bestimmt die Charakteristik und den Charme unserer Gemeinde.“

Dem kann Bürgermeister Köhlmeier wenig abgewinnen. „Die tun so, als würde ein Saalprojekt in Seenähe weniger oder nichts kosten. Hingegen rechnet die FPÖ bei der Wirke alle möglichen Kosten in den Saal ein, die damit direkt nichts zu tun haben.“ Natürlich gibt es in Hard noch andere wichtige Vorhaben, so der Bürgermeister. „Es ist aber verkehrt, ein notwendiges Projekt gegen ein anderes aufzurechnen.“ Und für den Saal samt Technik sind 6,5 Mio. Euro eingeplant.

Abstimmung, wenn die Harder mitmachen

Wie will die FPÖ Hard weiter vorgehen? „Wir warten jetzt ein, zwei Wochen ab“, berichtet GV Johannes Reumiller. „Wenn wir dann feststellen, dass 900 bis 1.000 Leute unsere Bedenken teilen, versuchen wir, Unterstützungserklärungen zu sammeln. Gibt es hingegen kaum Reaktionen auf unseren Aufruf, dann nehmen wir das zur Kenntnis. Die FPÖ Hard will ja nicht dem Bürgermeister ans Bein pinkeln, sondern sich für eine gute Lösung für Hard einsetzen!“

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