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Hard beruhigt seine Betonstraße

Mittelinseln sollen den Verkehr auf der "Betonstraße" einbremsen und für Anrainer wie die "Straßenquerer" erträglicher machen.
Mittelinseln sollen den Verkehr auf der "Betonstraße" einbremsen und für Anrainer wie die "Straßenquerer" erträglicher machen. ©stp

Zur Entschärfung der Verkehrsproblematik sind auch Bahn-Initiativen vorgesehen
Hard. Als die Harder “Betonstraße” gebaut wurde, war sie eine segensreiche Entlastung der “Alten Landstraße” und führte den Transitverkehr zwischen Bregenz und der Schweiz bzw. dem Rheindelta und Lustenau aus dem dichtbesiedelten Ortsgebiet hinaus.
Das hat sich längst verändert, die “Betonstraße” (im Volksmund heißt sie immer noch so, obwohl sie längst asphaltiert ist) durchschneidet heute Siedlungsgebiet und der Verkehr wird mehr und mehr zur Belastung der direkten Anrainer, aber auch zum Hindernis, das nicht immer einfach zu queren ist.
Lebenswerter machen
Deshalb wurden vor Jahren Untersuchungen in Auftrag gegeben, wie man diese trennende Barriere “aufweichen” könnte. Mit Ampeln – vor allem jener am Anfang der “Betonstraße” – wurde ein erster Schritt gesetzt, jetzt wird eine weitere Maßnahme für die Fußgänger umgesetzt:
Drei “Mittelinseln” werden errichtet. Auf Höhe der Eschlestraße, der Mittriedstraße sowie beim Erlengrund sollen diese Querungshilfen für eine sicherere Überquerungsmöglichkeit und bessere Vernetzung der Fuß- und Radwege sorgen. Bis zum Beginn der Sommerferien und des damit verbundenen stärkeren Urlauberreiseverkehrs sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein.
Tempo generell drosseln
Die Gemeindeverantwortlichen versprechen sich von dieser Maßnahme eine generelle Drosselung des Tempos, denn erfahrungsgemäß führen solche baulichen Maßnahmen dazu, dass die Autofahrer “den Gasfuß unbewusst etwas anheben”.
Hoffnungsträger Bahn
Lassen sich die Verkehrsbelastungen durch den Durchzugsverkehr nicht wegzaubern, sondern nur vermindern, so haben die Gemeindeverantwortlichen beim Ziel- und Quellverkehr sehr wohl eine Reduktion der Frequenz im Auge und wollen mit der Bahn diesen lokalen Individualverkehr reduzieren.
Bei den vor wenigen Tagen publizierten Aktivitäten und Investitionen der Bahn ging es in erster Linie um den Neubau der Rheinbrücke Lustenau-St. Margrethen und den Bahnhofsneubau in Lauterach, etwas zu kurz gekommen sind dabei die geplanten Maßnahmen, die Hard betreffen.
Da ist zum einen der Bau einer Haltestelle Lauterach-West. Sie wird zwar auf Lauteracher Gemeindegebiet errichtet, kommt aber auch den Bewohnern eines relativ großen Harder Einzugsbereichs zu gute. Auch der Bahnhof Hard-Fußach soll adaptiert werden, um vor allem Pendlerverkehr vermehrt anzusprechen.
“Die Bahn ist zeitlich konkurrenzlos – aus dem Norden Lustenaus, aus Höchst, Fußach und Hard kommt in den Spitzenzeiten am Morgen oder zu Mittag niemand mit dem Auto so schnell nach Bregenz, wie mit der Bahn. Und durch den Ausbau der Spange Hard-Lauterach-Dornbirn wird auch dieses Angebot konkurrenzlos”, weiß man nicht nur in Hard. Auf diese Weise wird ein Teil der immer wieder zur Diskussion gestellten Ringstraßenbahn de facto in die Tat umgesetzt. Und das mit vergleichsweise geringen Kosten, aber großem Effekt. Hard ist jedenfalls entschlossen, diese Chance zu nutzen und wird die Verkehrsplanung dementsprechend auf die Bahn ausrichten. VN-STP

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