Häusle: Mitarbeiter machen Ex-Chef Bösch für Müllskandal verantwortlich

Umwelt.freundlich: Dem eigenen Motto wurde Häusle nicht wirklich gerecht.
Umwelt.freundlich: Dem eigenen Motto wurde Häusle nicht wirklich gerecht. ©VOL.AT/ Rauch
Lustenau. Mitarbeiter von Häusle machen Martin Bösch, Ex-Geschäftsführer des Abfallentsorgers, für die illegale Entsorgung des Plastikmülls verantwortlich. Bösch selbst dementiert.
Das fand das Land auf dem Häusle-Areal

Diese Vorwürfe von Mitarbeitern wie Ex-Mitarbeitern wiegen schwer: Wie die “Vorarlberger Nachrichten” unter Bezugnahme auf Mitarbeiterkreise in ihrer Samstagsausgabe berichtet, soll der damalige Chef Martin Bösch persönlich für das Verscharren von Plastik im Lärmschutzwall des Firmengeländes verantwortlich gewesen sein. Er soll die Maßnahme angeordnet haben.

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“Lösung” gefunden

Dem Bericht zufolge habe Bösch anlässlich einer Betriebsversammlung im Frühjahr 2015 rund 30 Mitarbeiter mit der Mitteilung überrascht, eine “Lösung” gefunden zu haben, die Siebreste in den Damm mit einzubinden. Kurz darauf seien die aus der Biovergärung übrig gebliebenen Plastikteilchen fachgerecht in Form eines dicken Kabels in den Damm eingearbeitet worden. Die Mitarbeiter des Abfallversorgers selbst hätten das mit dem Wissen durchgeführt, dass alles rechtens sei.

Kündigungen statt Reparaturen

Aus Mitarbeiterkreisen hieß es demnach weiters, über Jahre habe es keine Investitionen in bestehende Einrichtungen und Maschinen gegeben. Während Leute in regelmäßigen Abständen gekündigt worden seien, “wurden nicht einmal mehr Löcher in Hallendächern repariert”, wird ein Angestellter zitiert. Der zu diesem Zeitpunkt gestärkte Geschäftsführer – der bereits 2011 aufgrund eines Streits auch bei den Gesellschaftern kurz vor der Ablöse gestanden sei – habe viel Geld in Marketing und Vertrieb investiert, nicht aber in den Betrieb. Kündigungen habe es dafür umso mehr gegeben. So sei damals unter anderem ein deutscher Instandhaltungsmanager gegangen worden, der – die Zeitung zitiert – “viele Mängel bei Maschinen entdeckte, Verbesserungsvorschläge vorbrachte und dadurch lästig wurde”.

Bösch weist Vorwürfe zurück

Die Darstellung seiner ehemaligen Mitarbeiter weist Martin Bösch selbst in einem Mail an Hauptgesellschafter Karl Loacker zurück. Er sei zu keinem Zeitpunkt in die Vorgänge eingebunden gewesen, habe den Bau weder in Auftrag gegeben, noch habe er davon gewusst.

Zum ausführlichen Bericht in den “Vorarlberger Nachrichten”

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