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Gut zwei Drittel der arbeitslosen Flüchtlinge nur mit Pflichtschulabschluss

Das AMS veröffentlichte Zahlen zur Ausbildung von Flüchtlingen.
Das AMS veröffentlichte Zahlen zur Ausbildung von Flüchtlingen. ©APA
Das AMS veröffentlichte Zahlen zur Ausbildungssituation arbeitsloser Flüchtlinge - mit ernüchternden Erkenntnissen. Der Anteil an Migranten mit geringer Ausbildung ist höher als noch vor zwei Jahren angenommen.

Ein hoher Anteil der Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigen, die im Dezember ohne Job waren, hat nur eine Ausbildung auf Pflichtschulniveau. Der Pflichtschulanteil bei den 27.990 Arbeitslosen aus Syrien, Afghanistan, Russland, Irak und Iran lag im Dezember bei 67,8 Prozent, schreibt die “Presse” (Montag) unter Verweis auf AMS-Zahlen. Knapp zehn Prozent haben eine akademische Ausbildung.

Besonders Afghanen nicht gut ausgebildet

Besonders Menschen aus Afghanistan haben eine niedrige Ausbildung. Hier liegt der Pflichtschulanteil bei 87,2 Prozent, schreibt die Zeitung. Aufgrund von Unschärfen liefern die Daten zu den Ausbildungen von anerkannten Flüchtlingen möglicherweise derzeit noch ein etwas verzerrtes Bild, hieß es vom AMS auf APA-Anfrage. Unter anderem seien noch Nostrifizierungen für reglementierte Berufe am Laufen. Bis zur vollen Anerkennung eines ausländischen Abschlusses werde ein niedrigeres Bildungsniveau angenommen.

Beim AMS waren im Dezember 2018 insgesamt 32.348 anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte als arbeitssuchend gemeldet. Das sind um 4,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Knapp 60 Prozent der arbeitslosen Flüchtlinge leben in Wien.

Kompetenzchecks sollen Flüchtlinge gezielt prüfen

Zur genauen Bestimmung der Qualifikation von Asylberechtigten und Flüchtlingen, die ab dem Jahr 2015 nach Österreich gekommen sind, hat das Arbeitsmarktservice (AMS) Kompetenzchecks eingeführt. Mithilfe der Kompetenzchecks seien vom AMS detaillierte Informationen zur Ausbildung von Flüchtlingen erhoben worden, um diese Personengruppe auf Basis fundierter Daten und Informationen am Arbeitsmarkt vermitteln zu können, hieß es am Montag.

Zahlen vor zwei Jahren deutlich besser

Anfang 2016 hatten Ergebnisse des nicht repräsentativen Kompetenzchecks medial hohe Wellen geschlagen. Damals hatten 61 Prozent der anerkannten 898 Flüchtlinge, die am Kompetenzcheck in Wien teilgenommen haben, eine Berufsausbildung, Matura oder Studium. 23 Prozent der Flüchtlinge waren Akademiker. AMS-Chef Johannes Kopf zeigte sich damals für die Integration von anerkannten Flüchtlingen in den heimischen Arbeitsmarkt “vorsichtig optimistisch”. Es sei aber eine “Herkulesaufgabe”, sagte er damals.

Vergangenen November präsentierte Kopf beim Asylforum in der Stadt Salzburg neue Zahlen zu den Kompetenzchecks. Bei Personen aus Syrien (Grundgesamtheit 7.133 Personen) hatten 21 Prozent ein Studium abgeschlossen, 37 Prozent Matura, 25 Prozent Pflichtschule, 14 Prozent Grundschule und 2 Prozent keine abgeschlossene Schulausbildung. Bei 2.734 Personen aus Afghanistan hatten 5 Prozent ein Studium, 15 Prozent Matura, 30 Prozent Pflichtschule, 25 Prozent Grundschule und 25 Prozent keine abgeschlossene Schulausbildung.

(APA/red)

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