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Götzis investiert 400.000 Euro in Abgasreinigung

Götzis – Die Nahwärme Götzis investiert in die Abgasreinigung und Wärmerückgewinnung insgesamt 400.000 Euro.

Das sind um 100 Prozent mehr als vom Land vorgeschrieben. Die größte Nahwärmeanlage im Vorarlberger Rheintal erreicht mit ihrem einzigartigen Konzept die höchste Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit aller derartigen Anlagen in Vorarlberg. Ab Anfang 2008 werden in Götzis zirka 90 Abnehmer mit umweltfreundlicher Wärme aus Biomasse beliefert.

Nach der Verlegung von mehr als sieben Kilometern Versorgungsleitungen in den vergangenen Monaten wurde heute im Heizwerk die Wärmerückgewinnungs- und Abgasreinigungsanlage geliefert. Arnold Feuerstein, Geschäftsführer der Nahwärme Götzis: „Unser ausgeklügeltes System senkt die Abgaswerte beim Heizwerk deutlich unter die vorgeschriebenen Grenzwerte.“

Holztrocknung und Entschwadung. Als einziges Vorarlberger Biomasse-Heizwerk wird Götzis mit einem Wochensilo mit Warmlufttrocknungsanlage arbeiten. Das Hackgut wird hier vier bis sechs Tage getrocknet, um eine besonders saubere Verbrennung zu erreichen.

Zusätzlich zum Elektrofilter, der die Feinasche elektrostatisch bindet und aussondert, werden bei der Nahwärme Götzis die Abgase über eine Kondensationsstufe geführt. Dort erwärmen die 120 Grad heißen Abgase zugeführte Frischluft, die sowohl für die Trocknung des Hackguts als auch für die nachfolgende Entschwadung verwendet wird. Die so genannte Entschwadung verhindert, dass am Kamin eine Dampfsäule sichtbar ist.

„Die Umweltbelastung durch Feinstaub, Ruß und CO2 ist dank dieser aufwändigen Abgasreinigung auf ein Minimum reduziert“, erklärt Feuerstein. Die Nahwärme Götzis habe dafür über die behördlichen Vorgaben hinaus zirka 200.000 Euro investiert.

Wärme ab Anfang 2008. Die Nahwärme Götzis produziert bereits ab Anfang 2008 so viel Wärmeenergie aus Biomasse, wie vergleichsweise mit einer Million Liter Heizöl erzeugt werden. Damit bewirkt die größte Biomasse-Nahwärmeanlage im Vorarlberger Rheintal eine CO2-Reduktion von mehr als 2,2 Millionen Kilogramm.

Informationen: Nahwärme Götzis, Geschäftsführer Arnold Feuerstein, Tel. 0664 403 6671, Mail info@nahwaermegoetzis.at

Factbox

Inbetriebnahme: Anfang 2008
Angeschlossene Objekte 2008: zirka 90
Energieproduktion im Endausbau: 12 Millionen Kilowattstunden
Brennstoffbedarf Biomasse: 16.765 Schüttraummeter
Trassenlänge: zirka 7 Kilometer mit elektronischer Leckwarnüberwachung
Jahresnutzungsgrad Kesselanlage: 85 Prozent
Wärmebelegung Netz: 1.643 kWh/Meter Trasse
Investitionssumme 2007: 5,3 Millionen Euro
Gesellschafter: Marktgemeinde Götzis, Dorfmontage KG, Wilhelm+Mayer, IP/ZM3

Factbox

Die Abgase aus dem Biomassekessel (3.600 kW Wärmeleistung; Fa. Mawera) gehen zuerst über den so genannten Economiser (Mawera). Dieser gewährleistet die Wärmerückgewinnung aus den heißen Abgasen und steigert so die Anlagenleistung um 10% der Kesselleistung. Anschließend sorgt ein Mulitklon-Aschefilter (Fa. Scheuch) für die Aussonderung der groben Flugasche, die normalerweise in Containern entsorgt wird. Diese Flugasche wird zur Nachverbrennung in den Feuerraum des Biomassekessels zurückgeführt. Der E-Filter (Scheuch) bindet die Feinasche elektrostatisch und sondert sie aus. Entsorgung über Kleincontainer (normalerweise über Kamin bei Kleinanlagen) Die Abgase, welche üblicherweise nach dem E-Filter mit über 120°C ins Kamin kommen, werden in Götzis über eine Abgaskondensation geführt. Diese bewirkt eine Wärmerückgewinnung – Abkühlung des Abgases, Erwärmen von Frischluft. Ein Teil der gewonnenen warmen Luft ermöglicht die Entschwadung der Abgase (verhindert eine sichtbare Dampfsäule). Die restliche Warmluft kommt der Trocknung des Hackgutes im Wochensilo zugute.

Bei der Abgaskondensation (Scheuch) werden mittels Quenchprozess (Abgaswäsche) auch noch die restlichen Feinstaubpartikel gebunden und über einen Sedimentationsbehälter ausgeschieden.

Das Ergebnis dieser Wärmerückgewinnung ist somit nicht nur ein sauberes Kamin, sondern vor allem auch eine optimale Aufbereitung des Hackgutes, was für die Verbrennung beste Voraussetzungen bietet.

(Quelle: Pzwei)

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