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Grubor: vom Neben- zum Hauptdarsteller

Der 41-Jährige führte den FC Lustenau im Frühjahr ins gesicherte Mittelfeld. Jetzt will und soll er im Sommer seine gute Arbeit fortsetzen.

In den letzten fünf Runden die erfolgreichste Mannschaft der Liga, vier Siege und nur eine Niederlage, den Klassenerhalt praktisch in der Tasche. Wie hört sich das für Slobodan Grubor an?
Grubor:
Ich glaube, wir haben unser Ziel erreicht. Dafür haben wir hart gearbeitet. Im Vorfeld waren viele Leute skeptisch, aber das Team und der Trainerstab haben bewiesen, dass im Fußball vieles möglich ist. Für mich war es keine Überraschung. Nach den Abgängen im Winter wussten wir, dass vor allem im Angriff Probleme entstehen könnten. Aber wie man sieht, schießen nicht nur Stümer die Tore, sondern das Team.

In der Frühjahrstabelle liegt der FC Lustenau auf Rang vier, auf Augenhöhe mit den Topteams Altach, Innsbruck und Admira. Wie ist das möglich?
Grubor:
Das ist ein Beweis, dass in dieser Liga jeder gegen jeden gewinnen kann. Es gibt keine leichten Spiele. Grundvoraussetzung ist die Einstellung der Spieler sowie der Glaube an die eigenen Stärken.

Sie haben im Winter den Job ihres damaligen Cheftrainers Nenad Bjelica übernommen. Was haben Sie anders als er gemacht?
Grubor:
Eigentlich nicht viel. Wir waren im Herbst in einem psychischen Loch. Dann haben wir unser Vorbereitungsprogramm bis zum Schluss konsequent durchgezogen und sind von schweren Verletzungen verschont geblieben.

Haben Sie auch im mentalen Bereich gearbeitet?
Grubor:
Ich habe mit den Spielern viel geredet und ihnen beigebracht, wie man sich auf ein Spiel oder Training richtig vorbereitet. Ich kann das anhand eines Beispiels erklären: ein 100-m-Läufer, der beim Start nur auf die Ziellinie schaut, wird kaum an erster Stelle sein. Denn zuerst sollte er auf einen guten Start achten, dann muss die Schrittlänge stimmen und zum Schluss kommt erst der Zieleinlauf.

Ihr Vertrag läuft bis Ende Mai. Bleiben Sie Trainer beim FC Lustenau?
Grubor:
Ja, ich denke schon. Präsident und Vorstand wollen, dass ich bleibe, und ich will es auch. Ab nächster Woche finden die Gespräche mit den Spielern statt.

Welchen Weg wird der FC Lustenau einschlagen? Baut man, wie von Präsident Dieter Sperger angekündigt, vermehrt auf Spieler aus der Region?
Grubor:
Das Budget wird reduziert. Ich bin der Meinung, dass ein Vorarlberger Weg gut ist. Ich habe auch schon Spieler aus der Akademie im Auge. Aber man muss wissen, dass in der neuen Zehnerliga noch mehr Qualität nötig sein wird. Nur auf junge Spieler zu bauen, wäre nicht richtig. Daher sind wir bemüht, Spieler wie Dobnik, Rödl, Eisele oder Hagspiel zu behalten.

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