"Größtes Projekt" in Dorfgeschichte

Das "Haus Koblach" soll in der Nähe des derzeitigen Versorgungsheimes errichtet werden. Anvisierter Termin für den Spatenstich: 2013.
Das "Haus Koblach" soll in der Nähe des derzeitigen Versorgungsheimes errichtet werden. Anvisierter Termin für den Spatenstich: 2013. ©Hellrigl

Ausschuss für “Haus Koblach” gegründet – Trägerstruktur für neues Pflegeheim soll bis Sommer fixiert werden.

Koblach. Seit 2002 läuft die örtliche Sozialplanung der Gemeinde Koblach mit dem Ziel, der Bevölkerung gute Pflege- und Betreuungsmodelle im Alter zu ermöglichen. Dies soll durch das “Haus Koblach” möglich werden, das als soziale Drehscheibe für die gesamte Region zur Verfügung stehen soll.

Nun wurde von der Kob­lacher Gemeindevertretung, unter Vorsitz von Bürgermeister Fritz Maierhofer, ein Ausschuss für den Projektablauf und die Umsetzung dieses Projektes gegründet. “Das Konzept zum ‚Haus Koblach‘ ist bereits detailliert ausgearbeitet. Nun geht es darum, angepasst an den Regionalen Bedarfs- und Entwicklungsplan des Landes, die Pläne entsprechend zu modifizieren”, erläutert der Gemeindechef den Planungsprozess, in den Vertreter aller Fraktionen eingebunden sind.

2015: 30 fehlende Betten
Beleuchtet man die derzeitige Situation in der Kummenbergregion, so stehen mit 34 Pflegebetten in Altach und 69 in Götzis insgesamt 103 Betten zur Verfügung. Dies führt teilweise heute schon zu Engpässen. Dem Regionalen Entwicklungsplan zufolge wird bis zum Jahre 2015 mit einem Fehlbestand von 30 Pflegebetten in der Kummenbergregion gerechnet. Bereits im Jahre 2020 wird ein Fehlbestand von 54 Pflegebetten angenommen, was den Bau eines weiteren Pflegeheimes in Mäder (Planung im Gange) notwendig macht.

Regionale Vernetzung
Um einen akuten Notstand an Pflegebetten zu vermeiden, hat der Verein amKumma (mit den Gemeinden Altach, Koblach, Mäder und Götzis) beschlossen, die Planung für das “Haus Koblach” zu forcieren, wie Maierhofer ausführt: “Es gibt akuten Handlungsbedarf. Auch das Land Vorarlberg ist an die Region amKumma herangetreten. Wir werden jetzt bis Sommer die Trägerstruktur festlegen. Ebenso soll die Struktur des Hauses und die Funktionen definiert werden.” So werde in Kürze ein Informationsabend mit Pflegegesellschaften als potenzielle, private Träger stattfinden. “Es kommt aber natürlich auch die Gemeinde selbst in Frage – etwa, dass die Sozialdienste Koblach hauptverantwortlich agieren und in enger Vernetzung mit den Nachbargemeinden kooperieren”, macht Maierhofer deutlich. Das könnte zum Beispiel die Installierung eines gemeinsamen Personalpools bedeuten. Dies gelte es gemeinsam mit den Nachbargemeinden zu verhandeln.

Bettenanzahl noch unklar
Der Beschluss zur Umsetzung des Projektes der Gemeinde Koblach mit den Gemeinden der Region amKumma und dem Land Vorarlberg erfolgte über Antrag von Bürgermeister Fritz Maierhofer einstimmig. Der Kostenrahmen steht noch ebensowenig fest wie die Aufnahmekapazität. “Ursprünglich waren 30 Pflegebetten geplant. Über die genaue Größe werden Land und Region aber noch entscheiden”, erklärt Maierhofer, der sich entschieden gegen allzu große “Bettenburgen” ausspricht.

Wunschtermin 2013
Geklärt ist hingegen schon die Standortfrage, so der Bürgermeister: “In der Nähe des jetzigen Versorgungsheimes haben wir einen gemeindeeigenen Baugrund von über 2 Hektar.” Nach Festlegung der Träger soll ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden. Maierhofer hofft auf einen Spatenstich im Jahr 2013. Die Vorarbeiten seien enorm, handle es sich doch beim “Haus Kob­lach” um “das größte Projekt, das Koblach jemals angegangen ist”.” Wichtig sei vor allem, Synergien zu schaffen und entsprechend der demografischen Entwicklung der Region “die drei Säulen Hauskrankenpflege, mobile Dienste und stationäre Einrichtungen” auszubauen.

unter mehrwissen.vol.at:
Auflistung der Ausschussmitglieder für das “Haus Koblach”.

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