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Großes Fest zum Goldenen Priesterjubiläum von Herbert Spieler

Ein jahrzehntelanges Engagement zeichnen den Jubilar Herbert Spieler aus
Ein jahrzehntelanges Engagement zeichnen den Jubilar Herbert Spieler aus ©Bandi Koeck
Frastanz. (bk)  Seit 35 Jahren ist Dekan Herbert Spieler Pfarrer in Frastanz. Die Markt- und Pfarrgemeinde verabschiedete  sich mit einem fulminanten Fest, denn nun geht er in den verdienten Ruhestand.
Impressionen vom Jubiläumsfest

Bis auf den letzten Platz besetzt war die Pfarrkirche und vierzehn Mitbrüder feierten gemeinsam mit dem Jubilar den feierlichen Gottesdienst. Mit Haydns “Die Himmel erzählen die Ehre Gottes” eröffneten Orchester und Kirchenchor ihre gekonnte musikalische Begleitung. Univ. Prof. Paul M. Zulehner hielt die Festpredigt und verwies auf  zahlreiche parallele Stationen in seinem und dem Leben des Jubilars hin. „Uns beiden liegen die Menschen am Herzen“. Er verwies auf sein jahrzehntelanges vielfältiges Engagement, nicht nur in Frastanz sondern auch weit über die Grenzen hinaus. „Herbert war eben ein Weltenbürger“, so Zulehner.

Bemerkenswerte Lebensleistung

Nach Studium und Priesterweihe war der gebürtige Bregenzer zunächst in Hard eingesetzt. Auch seiner Mitarbeit war es zu verdanken, dass dort die Gründung des ersten Pfarrgemeinderates im Land gelang – inklusive der ersten Wahl. Bevor er als Pfarrer nach Frastanz kam, stellte er gemeinsam mit Pfr. Elmar Simma die Krankenhausseelsorge in Vorarlberg neu auf. Dem vorangegangen waren Stationen in einem Schweizer Meditationskloster und in einer Klinik in Heidelberg, wo er in der Krankenhausseelsorge tätig war.

35 Jahre in Frastanz

Im Jahr 1979 übernahm Spieler schließlich die Pfarre von Frastanz. Von Anfang an ergriff er selbst die Initiative und verfolgte gemeinsam mit engagierten Mitarbeitern in vielen Arbeitskreisen zahlreiche Projekte. Darunter fallen kulturelle, raumgestaltende, denkmalpflegerische, soziale oder friedensfördernde Initiativen. Er öffnete das Pfarrzentrum zu einem Haus der Begegnung, errichtete Startwohnungen für junge Familien und setzte seine Idee vom “Wohnen für Jung und Alt” konsequent um. Auf Initiative von Spieler wurde auch der Pfarrschopf auf der gegenüberliegenden Straßenseite von Pfarrkirche und Pfarrhaus zu einem “geistlichen Zentrum” ausgebaut. Die Schwestern der Hl. Klara errichteten dort auf Einladung des Pfarrers und des Pfarrgemeinderates eine neue Niederlassung. Ins frühere Mesner Haus brachte er die Jugend, in weiteren pfarrlichen Gebäuden wurden die Ludothek und die Bibliothek untergebracht. Die Pfarrkirche und sämtliche Kapellen im Gemeindegebiet sind unter seiner Federführung erneuert worden. Auch bei der Organisation eines ansprechenden Ferienprogramms für Schülerinnen Schüler und bei der Umsetzung eines umweltfreundlichen Biomasse-Fernwärmenetzes erwies sich die Pfarre als verlässliche Projektpartnerin.

500 Festgäste

Der Jubilar hat in seinem 35-jährigen Wirken von September 1979 bis Juni 2014,  1.600 Kinder getauft und 1.400 Menschen beerdigt. Unzählbar sind die Paare, die er in der Gemeinde und außerhalb als gefragter Pfarrer getraut hat. Rund drei Generationen von FrastanzerInnen hat er an den Tisch des Herrn geführt und vielen von diesen auch das Sakrament der Firmung gespendet. 30 Jahre stand er dem Dekanat von Feldkirch vor. Da nicht alle Gäste im Adalbert-Welte Saal Platz fanden, wurde ein eigenes Zelt errichtet und  die vielen Beiträge von Weggefährten, Politikern, Arbeitskreisen wurde über Großbildschirm übertragen. Zwei Stunden lang führte der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats Josef Egger durch das bunte Programm. Die  500 Festgäste durften sich, musikalisch untermalt von den Saminatalern, humorvollen Einlagen von Bischof Benno Elbs, GV Rudl Bischof, Jesuit Alex Blöchlinger, LH Markus Wallner, der Bgm. Eugen Gabriel und Florian Kasseroler, mehreren Gesangseinlagen von Kindern, Chören bis zur persönlichen Liedeinlage des Priesterstudenten Dionius aus Indonesien erfreuen.

Würdigung

Seit 1999 trägt Herbert Spieler den Frastanzer Ehrenring. Im Dezember 2009 wurde ihm von der Marktgemeinde darüber hinaus die Ehrenbürgerschaft verliehen. Für sein jahrzehntelanges Engagement wurde der Jubilar von LH Markus Wallner mit dem Silbernen Ehrenzeichen des Landes gewürdigt. “Als aktiver Gestalter des Gemeinwesens hat er auch über die Gemeindegrenze hinaus sehr viel Positives im Land angestoßen”, betonte der Landeshauptmann. Der Rektor des internationalen Theologenkonvikts, Pater Friedrich Prassl SJ überreichte dann noch die Ehrendoktorwürde honoris causa (h. c.). Ein großes Danke und besonders Gesundheit und neue Erfahrungen im (Un)Ruhestand wünscht auch die VN-Heimat dem „Neo“-Pensionisten.

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