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Grenzübergreifender Aktionstag im Naturpark Nagelfluhkette

Die Ranger Theresa Hilber und Florian Heinl montieren ein Stoppschild.
Die Ranger Theresa Hilber und Florian Heinl montieren ein Stoppschild. ©ME
Naturpark-Ranger, Partner und Freiwillige informierten Freizeitsportler über naturverträglichen Wintersport.
Aktionstag Nagelfluhkette

Riefensberg. Das gute Wetter und der Neuschnee lockten am vergangenen Samstag zahlreiche Sportler in die Berge. Beste Voraussetzungen für den grenzübergreifenden Besucherlenkungsaktionstag im Naturpark Nagelfluhkette. Der Naturpark, Partner und freiwillige Helfer versuchten, möglichst viele Tourengeher und Schneeschuhwanderer durch persönliche Gespräche zu erreichen. An allen Ausgangspunkten für beliebte Touren und auf den Gipfeln informierten sie Freizeitsportler, was es bei naturverträglichen Touren im Gelände zu beachten gilt.

360 Personen informiert

Besonders der schneearme Winter sorgt dieses Jahr für eine Konzentration der Wintersportler in schneesicheren Gebieten. Selbst das bei Tourengehern beliebte Lecknertal hat im Moment zu wenig Schnee, um mit den Skiern zum Ausgangspunkt abzufahren. Viele Tourengeher wählten am Samstag daher das schneesichere Riedberger Horn zwischen dem Oberallgäu und dem Bregenzer Wald für einen Ausflug. Auf der österreichischen Seite des Naturparks sensibilisierten die Rangerinnen Lisa Klocker und Theresa Hilber sowie Marlies Ziegltrum vom Alpenverein im Kojenmoos. Allein im Kojenmoos sprach das Naturpark-Team 77 Schneeschuhgeher an, im gesamten Gebiet erreichte es etwa 360 Personen innerhalb von drei Stunden.

Fluchtreaktionen beim Wild

Im Rahmen der Kampagne „Dein Freiraum.Mein Lebensraum“, die die Kampagnen „Respektiere deine Grenzen“ und „Natürlich auf Tour“ im grenzübergreifenden Naturpark vereint, werden wichtige Verhaltenstipps und die Hintergründe in der Natur vermittelt. So wird beispielswiese die Bedeutung von Schongebieten für die Tiere im Winter deutlich: Werden die Rückzugsräume der Tiere im Winter betreten, kann dies beim Wild Fluchtreaktionen auslösen. Bei der Flucht verbraucht das Wild rund dreimal so viel Energie wie bei der Nahrungsaufnahme. „Werden beispielsweise Birkhühner oder Gämsen regelmäßig gestört, so kann das die Überlebenswahrscheinlichkeit verringern. Deshalb ist es wichtig, die Schongebiete im Winter nicht zu betreten“ so Rangerin Lisa Klocker vom Naturpark Nagelfluhkette. ME

 

 

 

 

 

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