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"Graue Wölfe"-Sponsoring durch AK: Kritik von NEOS-Abgeordnetem Loacker

NEOS-Abgeordneter Gerald Loacker und FA-Fraktionsobmann Martin Koschat kritisieren die Förderung scharf.
NEOS-Abgeordneter Gerald Loacker und FA-Fraktionsobmann Martin Koschat kritisieren die Förderung scharf. ©APA/FA
Der Rechtsextremismusexperte Thomas Rammerstorfer kritisierte gestern die Förderung der Grauen Wölfe durch die Arbeiterkammer, wie VOL.AT berichtete. Und auch NEOS-Abgeordneter Gerald Loacker sowie der Fraktionsobmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA), Martin Koschat, reagierten heute auf diesen VOL.AT-Artikel und kritisierten das "Graue Wölfe"-Sponsoring durch die AK.
Experte über "Graue Wölfe" in Vorarlberg
"Graue Wölfe": AK stellt Förderung ein

Die jüngst ans Tageslicht gekommenen Förderungen der AK Vorarlberg an die „Grauen Wölfe“ sorgen beim Vorarlberger Nationalratsabgeordneten Gerald Loacker für Erstaunen, wie er in einer Aussendung mitteilt. Vor allem die Tatsache, dass der AK-Präsident Keckeis offensichtlich keinen Überblick habe, wohin die Zwangsbeiträge fließen, würden den NEOS-Abgeordneten wundern, wie es in der Meldung heißt: „Mit den Geldern der Zwangsmitglieder hat die Arbeiterkammer ordentlich umzugehen. Die Förderungen der Arbeiterkammer müssen umgehend offengelegt werden“, fordert Loacker.

Für Loacker stehe fest, dass nur Transparenz einer unsachgemäßen Verteilung von Förderungen und Werbegeldern entgegenwirken könne. „Die Zwangsmitglieder müssen transparent nachvollziehen können, wohin ihr Geld fließt. Es liegt hier auf der Hand, dass hier mit Zwangsbeiträgen fragwürdige Vereine unterstützt werden und massiv Eigenwerbung betrieben wird“, ärgert sich Loacker.

Koschat: “AK-Förderungen an Graue Wölfe inakzeptabel”

FA-Fraktionsobmann Michael Koschat fordert volle Aufklärung und den sofortigen Stopp von AK-Förderungen an solche Vereine, wie er in einer Aussendung mitteilt.

Kein Verständnis habe der Fraktionsobmann der Freiheitlichen Arbeitnehmervertreter, Michael Koschat, für bekannt gewordene Förderungen der Arbeiterkammer Vorarlberg an die Grauen Wölfe. „Diese Förderungen sind völlig inakzeptabel und sofort zu stoppen“, spricht Koschat Klartext.

FA-Fraktionsobmann Michael Koschat.
FA-Fraktionsobmann Michael Koschat. ©FA

An die Führung der Arbeiterkammer richtet der freiheitliche Kammerrat in diesem Zusammenhang schwere Vorwürfe. „Wie hier von Seiten der AK-Spitze mit den Zwangsbeiträgen der Arbeitnehmer umgegangen wird, ist eine Zumutung.“

Aufklärungsbedürftig seien für Koschat auch die widersprüchlichen Aussagen von AK-Direktor Keckeis. „Zuerst behauptet der AK-Direktor, dass es seit sechs Jahren keine Förderungen seitens der AK mehr an die Grauen Wölfe gegeben habe. Jetzt wird bekannt, dass es offenbar doch auch aktuelle Fälle einer Förderung gibt. Wir Freiheitliche verlangen deshalb volle Aufklärung und werden die Vergabepraxis von Förderungen auch in den zuständigen Gremien der AK Vorarlberg entsprechend thematisieren“, kündigt der freiheitliche Fraktionsobmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer diesbezügliche Initiativen sowohl im AK-Vorstand durch FA-Obfrau Milina Kloiber, als auch im Kontrollausschuss an.

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