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Graffiti sind sein Lebenselexier

Dietmar Wanko bereitet seine vorerst letzte Graffiti-Show vor. Das kleine Bild zeigt ihn mit Gattin Erika.
Dietmar Wanko bereitet seine vorerst letzte Graffiti-Show vor. Das kleine Bild zeigt ihn mit Gattin Erika. ©DW/hapf
Bregenz. (hapf) Der 9. August 2015 brannte sich in die Erinnerung von Dietmar Wanko ein. Mitten in seiner Feier zum 72. Geburtstag erlitt er eine schwere Herzattacke. Nach OP und langer Rekonvaleszenz fühlt er sich wieder fit. Kürzer treten muss er jedoch bei seinen stressigen Graffiti-Abenteuern.

„Für mich ist das wie ein Überlebenstraining“, stellt Dietmar Wanko im Gespräch mit vol.at fest. Zwar will er dem eindringlichen Ratschlag seines behandelnden Arztes Folge leisten und kürzer treten, ganz aufs Abstellgleis oder gar aufs Rentnerbänkle will er sich jedoch nicht schieben lassen oder setzen. „Wenn Du so einen gesundheitlichen Rückschlag erlebst, den ich durchaus als ernst gemeinten Wink des Schicksals verstehe, dann änderst Du gerne Deine Lebensweise. Zu meinem persönlichen Wohlbefinden trägt aber eben auch meine Arbeit, meine Fotografie bei. Und das jährlich eine, vom Arzt erlaubte Projekt, das werde ich verfolgen. Das hält mich fit und in Schwung.”

Sieben Stents gesetzt

„Wenn ich jetzt daran zurück denke, dann erlebe ich das ganze wie in Trance“, gesteht Dietmar Wanko. Von einer Sekunde auf die andere bekam er immer weniger Luft, das Atmen brannte und er fühlte stechende Schmerzen in der Brust. Nach Einlieferung ins LKH Bregenz und einer ersten Abklärung wurde er sofort in das Landeskrankenhaus nach Feldkirch verbracht. Rasch kam es zur Operation, im Verlauf derer ihm sieben sogenannte Stents eingesetzt wurden. Gefäßstützen, die der Aufdehnung von Herzkranzgefäßen dienen und Gefäßverschlüssen vorbeugen.

Arbeit fast auf Null reduzieren

Nach der OP verblieb Wanko zur Beobachtung und Nachbehandlung weitere 10 Tage im Krankenhaus. Danach ging es zur Reha nach Schruns. „Das ist kein Honigschlecken, da wirst Du knallhart gefordert“, denkt Wanko zurück. Seine geliebte Tabakpfeife konnte er gleich nach der OP einmotten. „Das fiel mir erst erstaunlich leicht. Erst nach zwei bis drei Wochen ging mir das Pfeifenrauchen ab und der Verzicht wurde schwer und schwerer.“ Doch die Pfeife sollte nicht der einzige Verzicht bleiben. Der Primararzt am LKH verordnete im klipp und klar seinen bisherigen Arbeitseinsatz um 90 Prozent zu reduzieren. Lediglich ein Projekt pro Jahr dürfe er ab sofort nur noch umsetzen.

Strafverschärfung

„Das empfand ich quasi als Strafverschärfung. Da fühlst Du Dich ohnehin schon als halber Mensch, bist gesundheitlich angeschlagen und eingeschränkt und denkst Dir: die Arbeit wird Dich schon wieder vorwärts bringen. Und dann wirst Du fast zum Nichtstun verdonnert! Damit musste ich erst umgehen lernen”, so Wanko freimütig.

Im Schongang weitermachen

Mittlerweile ist der rasende Weltreisende in Sachen Graffiti ruhiger geworden, hat eingesehen: es geht nicht anders. Und er ist froh, wenigstens einmal im Jahr noch ein Projekt in Angriff nehmen und umsetzen zu können. „Damit wird es mir zumindest möglich, meine Graffitiarbeit abzuschließen.

„Die beste Ehefrau von allen“

Quasi im Schongang bereitet Dietmar Wanko nun seine vorerst letzte Graffiti-Show vor. Er will sie total überarbeiten, mit neuen Bildern bestücken und ihr eine völlig neue Dramaturgie verleihen. „Machbar ist das für mich nur Dank der tollen Unterstützung, die ich von meiner Gattin Erika seit vielen Jahren erfahre. Sie hat mir in all der Zeit bei meiner Arbeit mehr als hilfreich zur Seite gestanden und schaut jetzt darauf, dass ich mich nicht übernehme. Um es mit Kishon zu sagen: Sie ist die beste Ehefrau von allen!“

Opening im Casino Bregenz

Einige Termine für die neue Show stehen bereits. Am 8. September wird das Multimedia-Ereignis im Casino Bregenz von Landtagspräsident Harald Sonderegger eröffnet. Dann geht Vorarlbergs „Graffiti-Papst“ mit ihr „auf Reisen“. Stationen sind die Landesberufsschule Dornbirn 2 (12. September), der Käsekeller in Lingenau (15. September), die Tourismusschulen Bezau (19. September), der Ramschwagsaal in Nenzing (20. September), die Marktgemeinde Lauterach (23. September) und bei Redaktionsschluss noch nicht festgelegte drei bis vier weitere Gemeinden. „Dann ist damit Schluss, sagt der Kunstprofessor. Aber nur um noch anzufügen: „Mit Schluss meine ich eine Pause von zwei Jahren!“

 

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