Google verteidigt Vorgehen beim Löschen von Links

Datenschützer kritisieren das Vorgehen von Google.
Datenschützer kritisieren das Vorgehen von Google. ©AP
Google hat die Benachrichtigung der Website-Betreiber bei der Löschung von Links aus der Vergangenheit von Europäern verteidigt. Das soll helfen, ungerechtfertigte Anfragen herauszufiltern, so Google in einer Antwort an europäische Datenschützer, die u.a. das "Wall Street Journal" am Donnerstag veröffentlichte. Google brauche dafür keine zusätzliche rechtliche Grundlage, meint der Konzern.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte Mitte Mai entschieden, dass Europas Bürger Google dazu verpflichten können, Links zu unangenehmen Dingen aus ihrer Vergangenheit aus dem Netz verschwinden zu lassen. Die Informationen selbst müssen dabei von den Urhebern nicht entfernt werden. Nur die Verweise auf die Inhalte tauchen dann nicht mehr in der Google-Suche auf. Es geht um Informationen, die nicht mehr relevant sind oder das Recht auf Privatsphäre verletzen.

Kritik von Datenschützern

Datenschützer hatten kritisiert, dass der Internet-Konzern die Urheber – wie etwa Medien – über die Löschung der Links informiert. Dadurch wurden mehrere Personen, die Links aus den Google-Ergebnissen entfernen ließen, in den vergangenen Wochen öffentlich genannt.

(APA)

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