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Google baut freies Betriebssystem für Handys auf

Der amerikanische Internetkonzern Google - Marktführer bei Internet-Suchmaschinen - steigt groß in das Mobilfunkgeschäft ein.

Geplant sei ein Handy-Betriebssystem namens Android, das in Zusammenarbeit mit 33 großen Technologie- und Telekomkonzernen entwickelt werden soll, teilte Google am Montag in New York mit.

Mit der neuen Plattform könnten neue Produkte schneller und günstiger auf den Markt gebracht werden, hieß es. Die ersten Geräte mit dem neuen Betriebssystem sollen in der zweiten Jahreshälfte 2008 verfügbar sein. Es gehe dabei nicht um die Vermarktung eines einzelnen „Google Phone“, wie in Medienberichten spekuliert worden sei, sagte Google-Chef Eric Schmidt. „Unsere Vision ist, dass eine leistungsfähige Plattform tausende von verschiedenen Mobiltelefonen hervorbringen wird.“

Der Deutsche-Telekom-Chef Rene Obermann begrüßte den Einstieg von Google in das Mobilfunkgeschäft. Die Plattform sei eine gute Möglichkeit, dass mobile Internet zu einem Massenmarkt zu entwickeln. T-Mobile wird im kommenden Jahr in Europa und den USA Dienste auf der Google-Plattform einführen. Die Deutsche Telekom will 2008 Handys mit dem neuen Betriebssystem des Internetkonzerns Google anbieten, Telekom-Chef Obermann kündigte in seiner Telefonkonferenz im Detail an, die Geräte sollten 2008 in Europa und den USA auf den Markt kommen.

Mit der geplanten Allianz attackiert Google vor allem den Softwarekonzern Microsoft, der sich von seinem Handy-Betriebssystems üppige Gewinn verspricht. Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia beteiligt sich bisher nicht an der von Google initiierten Allianz. Das riesige Gemeinschaftsprojekt ist aber auch eine Antwort auf Apples iPhone, das in diesen Wochen in Europa auf den Markt kommt.

Zu den Google-Konsortialpartnern bei Android zählen Handy-Hersteller wie Motorola, Samsung und HTC. Auch Telefongesellschaften wie der US-Ableger der Deutschen Telekom, China Mobile, und Europe Telecom Italia sowie Softwareentwickler wie Intel und Qualcomm beteiligen sich den Angaben zufolge an dem Projekt. Mit von der Partie ist außerdem das Internet-Versandhaus eBay.

Die neue Softwareplattform „Android“ soll die vom Internet her gebräuchlichen Anwendungen, basierend in erster Linie auf einem vollwertigen Web-Browser, auf mobile Geräte bringen, wie es eben Apple mit dem iPhone vormacht. Die Entwicklungsumgebung wird als offene Lizenz allen Entwicklern und Geräteherstellern ohne Gebühren zur Verfügung stehen, wie Google-Chef Schmidt erläuterte. Jeder Interessent könne sich dem Projekt anschließen, zu dem sich bisher 34 Unternehmen weltweit unter der Bezeichnung „Open Handset Alliance“ zusammengefunden haben.

Ein erstes Entwicklungspaket soll kommende Woche an Softwareprogrammierer und Hardwarehersteller ausgeliefert werden.

Das Projekt sei weitaus ehrgeiziger als das Google Phone, über das in der Presse seit einigen Wochen spekuliert worden sei, erklärte Schmidt. Er hoffe, dass schon bald Hunderte von Geräten auf dieser Basis in die Läden kämen. Die neue Technologie solle die Art verändern, wie Menschen in Zukunft auf Information zugreifen und Infos austauschen. Die offene Plattform soll nach Angaben der Unternehmen eine schnellere und weitaus billigere Entwicklung neuer Mobilfunkgeräte ermöglichen. T-Mobile verfolgt etwa schon seit Jahren das Konzept des mobilen Internets. Die neue Plattform werde neuartige Anwendungen und Dienste ermöglichen, darunter Dinge, die heute noch nicht einmal erfunden seien. Einzelheiten über die Vermarktung solcher Dienste sollten in den nächsten Monaten veröffentlicht werden. In informierten Kreisen hatte es bereits zuvor geheißen, neben einem eigenen Betriebssystem für Mobiltelefone wolle Google auch eine breite Allianz mit Netzbetreibern und Endgeräteherstellern eingehen.

Im Gegensatz zum Markt für Computer-Betriebssysteme, den Microsofts Windows dominiert, gibt es im Bereich Mobilfunk mehrere konkurrierende Anbieter. Das zwingt Entwickler bisher oft, verschiedene Versionen ihrer Programm zu schreiben. Microsoft versucht ebenfalls, ein eigenes Betriebssystem für Internet-Handys am Markt durchzusetzen. Bisjer war der Erfolg des Softwaregiganten in dem Marktsegment allerdings eher mäßig.

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