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"Golf hat mich sofort begeistert"

(VN) Schwarzach - Golf-Europameister Manuel Trappel über Schlagzeilen, Vorbilder und Olympische Spiele.
Amateur-EM: Trappel schreibt Geschichte
Gold für Bregenzer Manuel Trappel
Zur Person: Manuel Trappel (21)
Golf-Amateur-EM: Gold für Manuel Trappel

Was sagt man zu Schlagzeilen wie: “Golf-Sensation” oder “Österreichs McIlroy”?

Trappel: Das hört sich gut an, ist aber schon sehr hoch gegriffen.

Ein Jahr lang darfst du die EM-Trophäe behalten. Welchen Platz bekommt der Pokal?

Trappel: Er wird bei meinem Klub, dem GC Innsbruck-Igls, einen Ehrenplatz bekommen. Da muss aber auch noch mein Name eingraviert werden, das ist immer Sache des jeweiligen Verbandes.

Ist der 15. Juli 2012 schon im Kalender eingetragen? Da beginnen in Lytham in der englischen Grafschaft Lancashire die Open – der Startplatz dort ist eine Belohnung für den EM-Titel.

Trappel: Das Datum habe ich mir schon gemerkt. Aber ich glaube es erst, wenn ich am Platz stehe und die erste Proberunde machen darf. Vorher gibt es dort ein Amateurturnier, da möchte ich die Bedingungen kennenlernen.

Du machst wenig Fehler. Nur fünf Bogeys waren es auf den Weg zum EM-Titel. Woher kommt diese Sicherheit?

Trappel: Die ganze Saison ist sehr gut, mit insgesamt wenig Fehlern. Das Selbstvertrauen und das Selbstbewusstsein sind sehr groß. In Schweden musste ich nur einen Strafschlag spielen, ein Wasserball auf der ersten Runde, habe gute Bogeys gemacht, so wirkliche Tiefpunkte hat es nicht gegeben.

2016 in Rio de Janeiro wird Golf wieder olympisch. Ein Ziel?

Trappel: Auf jeden Fall. Einmal hinter der österreichischen Fahne im Stadion einzumarschieren, das ist sicher ein Traum. Ein Start hängt von der Weltrangliste ab, meines Wissens hätte Österreich momentan zwei Quotenplätze.

Gibt es ein Vorbild im Golf?

Trappel: Ja, den Tiger Woods natürlich. Aber auch Rory McIlroy für seinen unglaublichen Kampfgeist. Und Martin Kaymer: Der Weg, wie er sich raufgearbeitet hat, wie ruhig er auf dem Platz arbeitet, das ist vorbildlich.

Mutter Ingrid Eberle war eine erfolgreiche Skirennläuferin. War das Skifahren nie ein Thema?

Trappel: Nein, meine Mutter hat es immer mir überlassen, was ich tun wollte. Tennis war nur Hobbysport. Wenn ich gewonnen habe, war es okay, habe ich verloren, war es auch egal. Ich erinnere mich gut an den ersten Tag beim Golf: Ich war gleich hellauf begeistert. Es hat mir so viel Spaß gemacht, den Ball rauszuschlagen. Dort habe ich auch den Kampfgeist entwickelt, der beim Tennis gefehlt hat.

Kann man als Amateur vom Golfsport leben?

Trappel: Als Amateur darf man kein Preisgeld kassieren. Ich bin auf die Unterstützung des Verbandes angewiesen, mein Klub spielt eine tragende Rolle, und natürlich müssen auch meine Eltern noch etwas beisteuern.

Wie muss man sich den Aufwand vom Training her vorstellen?

Trappel: Im Normalfall stehe ich sechs Mal in der Woche für vier Stunden am Platz, ein Tag ist immer Golf-frei, da gibt es Fitnesstraining. Im Winter stehen dann mehr Fitness und auch mein Wirtschaftsrechtsstudium auf dem Programm.

Der Wechsel zu den Profis steht zur Diskussion. Wann soll es soweit sein?

Trappel: Dieser Versuch wird sicher gestartet, aber ich werde mir damit noch Zeit lassen. Der EM-Titel allein ist noch nicht als Sprungbrett für den Wechsel ins Profi-Lager zu sehen. Ich muss noch einiges lernen – und ich möchte auch das Studium fertigmachen.

Frage an den Studenten des Faches Wirtschaftsrecht: Wie geht es mit den Börsen weiter?

Trappel: Das ist eine gute Frage. Was ich da so höre, schaut es nicht gut aus. Aber ich hatte zuletzt beim Studium mehr mit Jus zu tun, daher habe ich mich mit Börsensachen weniger beschäftigt.

(VN)

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