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Gletscher: Aus Schnee wird "Ewiges Eis"

©Bilderbox
Die Umwandlung von Schnee zu Gletschereis ist ein langsamer Prozess, der von Temperatur und Druck abhängt. Frisch gefallener Neuschnee bildet eine Schicht aus lockeren Schneekristallen und mit Luft gefüllten Hohlräumen.

Fällt erneut Schnee, so legt er sich über diese bereits vorhandene Schicht und drückt die Hohlräume zusammen, so dass sie kleiner werden. Häufiges Schmelzen und Gefrieren unterstützen diesen Vorgang.

Durch die allmähliche Verdichtung wird der Luftanteil immer geringer. So wiegt ein Kubikmeter Neuschnee meist 100 bis 200 Kilogramm, ein Kubikmeter Gletschereis hingegen rund 900 Kilo. Im Laufe eines Jahres entsteht so aus dem Schnee Firneis. Durch weitere Verdichtung wird es schließlich zu Gletschereis.

Jener Teil des Gletschers, in dem neues Eis entsteht, wird Nährgebiet genannt. Verliert er dieses (etwa durch den Temperaturanstieg), dauert es aber noch Jahre bis Jahrzehnte, bis das verbleibende Toteis zur Gänze abgeschmolzen ist.

Neben der Temperatur hat für das Abschmelzen eines Gletschers aber auch die Beschaffenheit der Oberfläche großen Einfluss, denn Eis und Schnee können die einfallende Strahlung sehr unterschiedlich stark reflektieren, und zwar zwischen zehn und 90 Prozent. Eine dünne Auflage – etwa durch Staub (oft aus der Sahara) oder kleine Steine – führt dazu, dass mehr Energie aufgenommen wird und das Eis stärker schmilzt. Wird die Auflage aber dicker – etwa durch größere Steine – gelangt die Energie gar nicht erst zum Eis und es entsteht die gegenteilige Wirkung.

Ausschlaggebend für Ausbreitung oder Rückzug eines Gletschers in den Alpen sind fast ausschließlich die Sommer. Der Zuwachs der Masse im Winter ist kaum von Bedeutung, vor allem die Abschmelzung im Sommer ist entscheidend.

Überschätzt wird die in den Gletschern Österreichs gespeicherte Wassermenge (rund 20 Kubikkilometer). Würden alle Gletscher des Landes auf einmal abschmelzen, ergäbe dies auf die gesamte Landesfläche verteilt eine Wasserhöhe von rund 200 Millimeter, was nicht einmal einem Fünftel der jährlichen Niederschläge entspricht. Derzeit entspricht die jährliche Gletscherspende Niederschlägen von fünf bis zehn Millimetern. Selbst im Rekordsommer betrug das abgeflossene Wasser aller österreichischen Gletscher nur drei Prozent der Gesamtniederschläge.

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