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Gewerkschaftsjugend Vorarlberg fordert Ausbildungsoffensive

Die PRO-GE Jugend bei ihrer 2. Landeskonferenz
Die PRO-GE Jugend bei ihrer 2. Landeskonferenz ©Presse ÖGB Vorarlberg
Hard (PRO-GE) Die Jugend der Produktionsgewerkschaft hat sich auf ihrer 2. Landeskonferenz für mehr Investitionen in die Lehrausbildung ausgesprochen und Forderungen an die kommende Bundesregierung beschlossen. Die Nachtschicht in Hard diente als außergewöhnliche Location für die Konferenz.
2. Landesjugendkonferenz PRO-GE Vorarlberg

Bei der Landeskonferenz der PRO-GE Jugend Vorarlberg wurde ein Leitantrag verabschiedet, der massive Investitionen in die Lehrausbildung und ein Umkrempeln des Systems vorsieht. Eine Fachkräftemilliarde soll die Zukunft der Jugendlichen und deren Perspektiven am Arbeitsmarkt sichern. „Alle Betriebe zahlen in einen Topf ein, aus dem die tatsächlich ausbildenden Firmen gefördert werden“, erklärt der neu gewählte Landesvorsitzende der PRO-GE Jugend Vorarlberg Niklas Gassner. So sollen Unternehmen motiviert werden, wieder mehr Lehrstellen anzubieten. „Und es wird etwas gegen den Fachkräftemangel getan“, so Gassner. Ein besonderes Anliegen ist den Delegierten die Förderung von Initiativen, um mehr Frauen für technische Berufe zu begeistern.

Bei der Ausbildung selbst werden ebenfalls Verbesserungen gefordert. So soll die Ausbildungstätigkeit in den Betrieben stärker kontrolliert werden: „damit kann verhindert werden, dass Lehrlinge ausschließlich den Umgang mit dem Besen lernen“, so Gassner. Auch für die Ausbildner soll es regelmäßige Weiterbildungsmaßnahmen geben.

Forderung an die neue Regierung

Anlässlich der bevorstehenden Regierungsverhandlungen äußerte der Bundesjugendvorsitzende Sascha Ernszt den Wunsch: „Nutzen wir die Zeit, um die Lehrlingsausbildung auf neue finanzielle Beine zu stellen, damit auch genug Fachkräfte ausgebildet werden, wenn die Wirtschaft gerade nicht wächst. Die Unternehmen brauchen neue Anreize, damit sie wieder mehr Lehrlinge aufnehmen. Deswegen fordern wir die künftige Regierung auf, das ÖGJ-Konzept zum Fachkräftefonds umzusetzen“, so Ernszt.

Digitalisierung in der Arbeitswelt

Beim Thema „Arbeit 4.0“ fordern die jungen GewerkschafterInnen ein betriebliches Mitspracherecht ein. „Das grundlegende Ziel aus Arbeitnehmersicht muss sein, den digitalen Wandel gerecht und aktiv mitgestalten zu können. Damit von der Digitalisierung nicht nur eine kleine Elite, sondern die Gesellschaft als Ganzes profitiert“, betont die neue stellvertretende Landesvorsitzende Sophia Berkmann. Außerdem sollen digitale Kompetenzen zu einem fixen Bestandteil der Berufsaus- und -weiterbildung gemacht werden, so die weitere Forderung im Leitantrag der PRO-GE Jugend. Festgehalten wurde auch, dass mit der Digitalisierung die große Frage der Finanzierung des Sozialstaates einhergeht, „denn Computer zahlen keine Steuern“, so Berkmann. Deshalb brauche es gerechte Beiträge von Digitalisierungsgewinnern zur Sicherung und zum Ausbau der Finanzierung der Sozialsysteme.

Neuer Vorsitzender und neue Landesleitung:

Bei der 2. Landeskonferenz der PRO-GE Jugend Vorarlberg wurde von den Delegierten ein neuer Landesvorsitzender und eine neue Landesleitung gewählt. Neuer Landesvorsitzender ist der 18-jährige Niklas Gassner. Zu seiner Stellvertreterin wurde die ebenfalls 18-jährige Sophia Berkmann bestimmt.

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