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Gesucht: Rampensau mit Stimme

Starmania-Kommentator Hannes Eder über die neuen Kandidaten, Christina Stürmer und die Unberechenbarkeit des Pop-Geschäfts.

NEUE: Zumindest einen Starmaniac werden Sie im Jänner 2007 unter Vertrag nehmen, er wird also Ihr „Schützling“. Fällt es dadurch schwerer, in der Sendung hart zu kritisieren.

Hannes Eder: Nein, gar nicht. Natürlich gibtÑs da die Erwartungshaltung, dass der böse Eder wieder alle zur Schnecke machen wird. Aber das ist nicht meine Aufgabe. Mein Ziel ist, neben dem Sieger bzw. der Siegerin möglichst noch die eine oder andere Karriere zu ermöglichen. Ich will motivieren und versuchen, das Optimum aus den Leuten rauszuholen. Harte Worte dienen so nebenbei auch noch dazu, die Kandidaten auf das Leben nach der Show vorzubereiten.

NEUE: Die letzte Starmania-Staffel war doch für Universal Music Austria eher ein Verlustgeschäft?

Hannes Eder:Aber geh, da hatten die Neider halt ihren Spaß sich darüber zu ereifern, sich unbedingt meinen Kopf zerbrechen zu müssen. Umsatz der nicht im geplanten Ausmaß erfolgt, ist noch lange kein Verlust! Und wenn allein die Karriere von Christina Stürmer das Resultat von fünf Starmania-Staffeln wär, den „Verlust“ würde ich jederzeit gern wieder in Kauf nehmen.

NEUE: Warum ist von der zweiten Starmania-Staffel aber kein Kandidat übrig geblieben, der heute noch im Popgeschäft mitmischt?

Hannes Eder:Jetzt könnte ich sagen: Weil entweder das Potenzial nicht ausgereicht hat, die mediale Unterstützung nicht da war und das Quäntchen Glück gefehlt hat . . . Letztlich entscheidet das Publikum, was es hören und somit auch kaufen möchte. Das macht unser Geschäft so unberechenbar wie spannend.

NEUE: Hätten Sie bereits 2003 darauf gewettet, dass Christina Stürmer ein Superstar wird?

Hannes Eder:Ich selbst war davon überzeugt, aber das weiß man nie mit Sicherheit. Wir haben ihr Potential sofort als extrem hoch eingeschätzt und daher zwei Jahre lang wirklich nichts unversucht gelassen, auch den deutschen Markt zu erobern. Und es ist gelungen. Aber in der Musikbranche kannst du alles richtig machen und es klappt aus unerfindlichen Gründen trotzdem nicht, und du kannst alles falsch machen und der Künstler setzt sich trotzdem durch.

NEUE: Was braucht ein Kandidat für eine Popstar-Karriere?

Hannes Eder:Das musikalische Talent, Ausstrahlung, die Liebe zum Scheinwerferlicht, den „Zug zum Tor“, und die dafür notwendige Bereitschaft, diesem Ziel einiges unterzuordnen. Also im besten Falle eine gutaussehende, ehrgeizige Rampensau mit prägnanter Stimme.

NEUE: Kann ein Österreicher, der auf Englisch singt, überhaupt mit der angloamerikanischen Konkurrenz und Super-Produktionsbudgets mithalten? Beispiel Verena, die Siegerin der zweiten Staffel.

Hannes Eder:Verena hatte ein Superproduktionsbudget und mit Matt Howe einen Londoner Top-Produzenten. Es hat auch funktioniert, leider nur kurzfristig. Man sollte zumindest wissen, auf welches Eis man lieber nicht tanzen gehen sollte. Wie könnte zum Beispiel eine heimische Version der Pussycat Dolls jemals das Original schlagen? Also gehtÑs darum, für den österreichischen Markt originäre Künstler aufzubauen. Das heißt nicht zwingend, dass sie deutsch singen müssen – es ist allerdings auch nicht gerade von Nachteil.

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