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Geschichte zum Nachlesen

Das HOHENEMS LEXIKON erscheint im November dieses Jahres
Das HOHENEMS LEXIKON erscheint im November dieses Jahres ©Bernhard Tost
Chronologie einer schicksalhaften Zeit findet sich im „Hohenems-Lexikon“
Hohenems Lexikon

Hohenems. Ein Autorenteam um Dr. Norbert Peter und dem Kulturkreis Hohenems hat in mehrjähriger ehrenamtlicher Tätigkeit ein „Hohenems-Lexikon“ erarbeitet, das im November 2020 beim Bucher Verlag als hochwertig produziertes, gebundenes Buch (Format 25 x 18 cm, etwa 370 Seiten) erscheinen soll. Ein solches Lexikon ist in Vorarlberg bisher einmalig. Es dient zum einen als Nachschlagewerk, zum anderen als interessantes geschichtliches Lesebuch. Mit über 3000 lexikalisch aufgearbeiteten Stichwörtern zur Stadt-, Adels- und jüdischen Geschichte, Stadtentwicklung und Persönlichkeiten von öffentlichem Interesse gibt es auch Auskunft z. B. zu Hohenemser Alpen, Firmen, Gasthäusern, Kirchen, Kapellen, Künstlern, Literaten, Schulen, Vereinen, Wirtschaftsgeschichte und v. a. mehr.

Kurze Auszüge 

Stichwort: Hexenprozesse. Den Unterlagen gemäß stand Jakob Hannibal l. dem Hexenwesen zurückhaltend gegenüber. Ähnlich Graf Kaspar. Erst als er sich durch Hexerei bedroht fühlte, schlug er einen anderen Weg ein. 1630/31 (zwei Männer, zwei Frauen angeklagt), 1649 (ein Mann, zwei Frauen), 1650 (sechs Frauen), 1653 (zwei Frauen), 1677 (sieben Frauen), 15 Angeklagte wurden schuldig gesprochen und verbrannt, drei starben im Gefängnis. Lit. Tschaikner 25, 28, 293-301, 303f. np

 

Stichwort: Steinach Simon Dr. Geb. 1834 in Hohenems, gest. 1904 in Wien. Arzt, Bürgermeister. Sohn von Dr. Wilhelm Steinach und Therese Levi. Gymnasium in Feldkirch. Studium in Wien. Pionier der antiseptischen Wundbehandlung in Vbg. Von 1869 -71 Bürgermeister der polit. Israelitengemeinde in Hohenems. Vorstandsmitglied des liberalen „Vereins der Verfassungsfreunde“. 1893 Übersiedlung nach Wien. Lit. Tänzer 350–354, HB I, 185f, Straßen 53f, Heimat Diaspora 124, Albrich 2009, 187-191, almanach 13, 87f, almanach 35, 108, hohenemsgenealogie at, Simon Steinach. hl

 

Stichwort: Kugelalpe. In roman. Sprache Alpigla – Alpicula – Älpele genannt. Ritter Ulrich l. v. Ems kaufte 1324 zwei Teile der Hohen Kugel von Graf Ulrich v. Montfort. Ritter Hans Ulrich l. v. Ems erwarb 1394 die restlichen Teile. Junker Jakob l. v. Ems verkaufte die Kugel, die damals noch „Alpila“ hieß, 1455 den Fraxnern. Fraxner zerstörten 1633 ein gemauertes Rasthäuschen, das Graf Kaspar 1616 für die Pilger auf der Kugel hatte errichten lassen. Sie sahen darin einen Anspruch des Grafen auf die Alpe. Die Übeltäter wurden eingesperrt. Lit. Rapp 391, Alpwesen 16, 28, Gedenkschrift 1930, 60, HB II, 368. ah

Neben einer Namensliste enthält das HOHENEMS–LEXIKON auch eine umfangreiche Literaturliste. Rund 100 Fotos ergänzen das einmalige Buch. Da die Auflage begrenzt ist, empfiehlt der Herausgeber eine Vorbestellung bei der Buchhandlung „Lesezeichen“ in Hohenems.

E-Mail: office@lesezeichen.com.at, oder Tel. 05576/72953. (BET)

 

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