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Gemeinsame Übung der Blaulichtorganisationen

Bergung der Verletzten durch Notärzte und Feuerwehrler aus dem Flugzeugwrack.
Bergung der Verletzten durch Notärzte und Feuerwehrler aus dem Flugzeugwrack. ©TF
Rettung und Feuerwehr stellten ihre Schlagkraft eindrucksvoll unter Beweis
Gemeinsame Übung der Hohenemser Blaulichtorganisationen

Hohenems. Am Freitagabend vergangener Woche bewiesen die Freiwillige Feuerwehr und die Rettungsabteilung Hohenems die Schlagkraft ihrer Organisationen bei einer großen gemeinsamen Übung in Ems-Reute.

Annahme der von Guntram Heinzle (Feuerwehr) und Christian Muik (Rettung) ausgearbeiteten Übung – über deren Inhalt die teilnehmenden Florijanijünger, Sanitäter und Notärzte nicht informiert waren – war eine Kollision zwischen einem Kleinflugzeug und einem Tandemparagleiter im Bereich Steckenwegen. Dadurch kam es zum Absturz des Paragleiters mit zwei Personen sowie des Kleinflugzeuges mit 5 Personen infolge des versuchten Ausweichmanövers. Der Tandemparagleiter stürzte auf ein Dach eines Stallgebäudes, das Kleinflugzeug auf einen ca. 300 m entfernten Hang.

Um 20:20 Uhr erfolgte die Alarmierung über die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle Vorarlberg, bereits sechs Minuten später waren die ersten Notärzte an der Absturzstelle. Versorgt sowie geborgen werden mussten zwei Schwerst- und drei Schwerverletzte sowie zwei tödlich verletzte Personen. Ein höchstmöglicher Grad an Realitätsnähe wurde durch den Nachbau eines Kleinflugzeuges sowie die Positionierung von zwei verletzten Paragleitern samt dem Tandemparagleiter auf dem Stalldach sowie durch Explosionen und Rauchbomben erreicht.

Die Personen im Kleinflugzeug waren eingeklemmt und mussten mittels Bergeschere bzw. Spreizer befreit werden. Zudem musste ein Brand an einem Wrackteil musste gelöscht werden. Die Verletzten waren erstaunlich echt geschminkt, sodass die zu versorgenden schweren Verletzungen auch wirklich gleich erkennbar waren. Ein weiterer besonderer Punkt dieser Übung war, dass die zusätzlich benötigten Notarztmannschaften mit dem Hubschrauber der Flugpolizei Hohenems zum Einsatzort geflogen wurden, um eine bestmögliche und schnellere Versorgung der Verletzten zu garantieren.

Von der hervorragenden Zusammenarbeit der Feuerwehr und des Roten Kreuzes, die erst eine rasche Bergung sowie notärztliche Versorgung ermöglichte, zeigte sich auch Bürgermeister Dieter Egger beeindruckt. So konnte das Übungsszenario erstaunlich schnell unter einer Stunde nach Eintreffen der ersten Mannschaften bewältigt werden.

Eine weitere Übungsannahme war die Koordination des boden- bzw. luftgebundenen Abtransportes der verletzten Personen in passende Zielkrankenhäuser. Durch die sehr unterschiedlichen schweren Verletzungsmuster mussten verschiedene Zielkrankenhäuser zuerst wegen ihrer Kapazität bzw. Übernahmemöglichkeit der Schwerverletzten angefragt werden. Die Übungsannahme ergab dann den Abtransport mit drei Rettungshubschraubern in die Landeskrankenhäuser Feldkirch und Bregenz sowie die Uniklinik Innsbruck. Der bodengebundene Abtransport erfolgte mit zwei Rettungswagen mit Notarztbegleitung ins Krankenhaus Dornbirn sowie ins LKH Feldkirch.

Neben der gesamten Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr waren zwei Notärztinnen und zwei Notärzte, fünf Notfall- und vier Rettungssanitäter, zwei Lehrsanitäter mit drei Notfallsanitäter mit Notkompetenz als Beobachter der medizinischen Versorgung sowie eine Notfallsanitäterin mit Notkompetenz als Funkkoordinatorin für den Einsatzleiter Rotes Kreuz zwecks Anforderung Rettungshubschrauber sowie Abklärung der Zielkrankenhäuser im Einsatz.

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