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„Gemeinsam können wir es schaffen“

Voller Hoffnung warten die Asylwerber in Lustenau auf ihre positiven Bescheide.
Voller Hoffnung warten die Asylwerber in Lustenau auf ihre positiven Bescheide. ©Gerty Lang
Benefizveranstaltung für die syrischen Flüchtlinge in Lustenau
Benefiz für Flüchtlinge in Lustenau

Lustenau.  Seit einigen Wochen wohnnen 18 Männer im Seniorenhaus Schützengarten. Sie scheinen sich gut eingelebt zu haben und strahlen Zuversicht und Hoffnung aus, ihre Papiere bald zu bekommen. Unter dem Motto „Give peace a chance“, veranstalteten „Bekeen und „Franzgold“, zwei junge Workshop Bands des Jazzseminars, vergangenen Samstag eine Benefizveranstaltung im „Gewächshaus“ in Lustenau. „Die größte Arbeit war die Vorbereitung“, gesteht Niklas von Franzgold. „Ja, die Sponsorensuche war nicht einfach. Wir bekamen jedoch viele Spenden und die Leute waren sehr aufgeschlossen“, freuen sich Christina und Conny von Bekeen. „Wir machen das gerne, denn wir haben in Österreich ein ziemlich gutes Leben.

Da die Menschen derzeit nicht in ihre Heimat zurückkehren können, möchten wir einen kleinen Beitrag leisten, dass sie sich hier bei uns wohlfühlen.“ Die beiden Bands und ihre Freunde haben auch die Bewirtung organisiert. „ Wenn ma zämo fäschtat und helfot, können wir die vielen freiwilligen Spenden in Form von Lustenau Gutscheinen den Asylwerbern übergeben. Musikalische Hilfe bekamen die engagierten Organisatoren gleich von fünf Bands. Spontan hatten “Malema, “Franzgold”, “Brendan Adams”, “Bekeen” und „Combo delux“ ihren Auftritt bei dem Benefizkonzert zugesichert. Auch Beate Fischer trotzte den heißen Temperaturen und kam mit einer syrischen Familie, die bereits den Flüchtlingsstatus erhielt,  zur Veranstaltung. „Ihre beiden Kinder kommen heuer in die Schule bzw. Kindergarten“, erzählt die Bürgermeistergattin, während sie den Einjährigen im Kinderwagen schaukelt. „Ihr Mann ist mit seinem ältesten Sohn und mit meinem Mann noch auf einem Fußballmatch.“ Maximilian Prantl hat soeben ein Praktikum im W*ort, einer gemeinnützigen Organisation, abgeschlossen. „Ich habe mich mit den Flüchtlingen beschäftigt und ich finde, dass es sehr nette Leute sind. Jetzt mache ich wieder ein Praktikum bei den „Guten Geistern“. Ich war vorher auch etwas skeptisch.

Doch seit ich diese Arbeit mache, hat sich in mir sehr viel getan. Ich gehe mit einem guten Gefühl durch das Leben.“ Die Flüchtlinge haben für die Besucher syrische Spezialitäten vorbereitet, die nicht nur gut aussehen, sondern auch unglaublich lecker schmecken. Ein Junge sucht mit einem Berg Fladenbrot Schutz vor der brütenden Hitze und findet ein schattiges Plätzchen. Das Gespräch mit Tarek zeigt die ganze Bandbreite des Schicksals eines Flüchtlings. „Ich bin ein sehr gut ausgebildeter Optiker und komme aus Aleppo. Geflohen bin ich mit meiner Familie vor dem Assad-Regime in den Libanon. Meine Familie lebt noch dort. Ursprünglich dachten wir, dass der Krieg in wenigen Monaten vorüber sei. Er dauert nun schon fast fünf Jahre. Wenn Assad gleich zurückgetreten wäre, hätte es all das Leid in unserem Land nicht gegeben. Für mich ist er der größte Terrorist“ getraut er sich zu sagen.  Von der Türkei nach Griechenland, über die Balkanroute ist Tarek endlich in Österreich gelandet, nachdem er 5.500 Euro für den Transfer bezahlt hat. „Ich hoffe, hier Fuß fassen zu können, einen Job als Optiker zu bekommen und endlich mit meiner Familie in Frieden leben zu können“, erzählt er in gutem Englisch. „Ich lerne Deutsch, dreimal in der Woche“, freut er sich über die wenigen Worte, die er schon kann.

 

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