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Gemeinsam helfen … um Wohnungsnot zu lindern

©Caritas Vbg.
Mit Einbruch der kalten Jahreszeit bekommt das Thema Wohnungsnot zusätzliche Dringlichkeit. Jede Unterstützung – etwa in Form von Spenden oder das Angebot von kostengünstigem Wohnraum – ist für die Caritas jetzt wichtig, denn die Menschen kommen oft mit der letzten Hoffnung auf Hilfe zu uns.

Die Entwicklung lässt in gewissem Sinne bei der Caritas die Alarmglocken läuten. Denn die Schere zwischen Einkommen und Wohnkosten macht zunehmend mehr Mitmenschen zu schaffen. Das Angebot an leistbaren Wohnungen geht zurück bei gleichzeitig wachsender Nachfrage.

Letzte Station vor der Straße

Im Rahmen einer Pressekonferenz in der Notschlafstelle der Caritas in Feldkirch machte Caritasdirektor Walter Schmolly auf diesen Brennpunkt der Not hier in Vorarlberg aufmerksam. „Für mehr als 200 Menschen jährlich ist die Notschlafstelle die letzte Alternative vor der Straße. An einem solchen Ort wird die Not sichtbar, es wird aber auch sichtbar, dass geholfen wird – und zwar Tag für Tag.“

Wohnungsnot habe unterschiedliche Ursachen  im Hintergrund – persönliche Schicksale, aber auch viele strukturelle Gründe. „Und es ist nicht nur die Einschätzung der Caritas aufgrund unserer tagtäglichen Arbeit, dass das Problem Jahr für Jahr größer wird und der Druck auf gefährdete Menschen und Haushalte steigt. Das lässt sich auch aus offiziellen Statistiken ablesen.“ Als die stärksten Treiber nennt er die zu niedrigen Haushaltseinkommen, eine durch rasant steigende Mietpreise bedingte Wohnkostenüberbelastung der Haushalte sowie die Verschlechterungen durch die Neuregelung der Mindestsicherung.

Wohnungsnot betrifft zunehmend Kinder

„Eine Entwicklung, die uns besonders Sorgen macht, ist, dass zunehmend Familien von Wohnungsnot betroffen sind. 2017 lag die betroffene Haushaltsgröße noch bei durchschnittlich knapp über zwei Personen, für Jänner bis September 2018 bereits bei fast drei Personen“, macht Walter Schmolly anhand von Zahlen deutlich, dass Wohnungsnot in Vorarlberg zunehmend auch Kinder betrifft. „Gerade sie trifft Wohnungsnot besonders schwer. Das beginnt bei der Angst, das Dach überm Kopf zu verlieren, und geht über den Stress für die Familie, der natürlich auch auf Kosten der Aufmerksamkeit für die Kinder geht, bis hin zum Verlust von Freundschaften und Schulbeziehungen bei einem erzwungenen Wohnungswechsel.“

Christian Beiser bekommt als Stellenleiter „Existenz&Wohnen“ hautnah mit, wie es für KlientInnen zunehmend schwierig wird, leistbaren Wohnraum zu finden. „Gerade in der Notschlafstelle fällt auf, dass wir immer neue Menschen, die von Wohnungsnot betroffen sind, aufnehmen. Zwei von drei Betroffenen sind zum ersten Mal hier.“

Notschlafstelle „ausgebucht“

Allein in den ersten drei Quartalen des heurigen Jahres wurden 1.576 Übernachtungen registriert, auch momentan ist die Notschlafstelle bis auf den letzten Platz voll. Die Caritas-Einrichtung verschafft die Möglichkeit zur körperlichen und seelischen Stabilisierung für maximal 28 Tage, zudem unterstützen die MitarbeiterInnen aktiv bei der Wohnungssuche. „Unser vorrangiges Ziel muss sein,  gemeinsam mit den Gästen eine tragfähige Wohnperspektive zu erarbeiten“, so Christian Beiser. Nach dem Aufenthalt in der Notschlafstelle ist ein Fünftel der Gäste in einer betreuten Wohnform untergekommen, ein weiteres Fünftel findet eine Mietwohnung. Für sehr viele Gäste bleibt die Wohnsituation auch nach ihrem Aufenthalt in der Notschlafstelle prekär. „Es wird immer schwieriger, im Rahmen der kurzen verfügbaren Zeit eine tragfähige Wohnperspektive zu erarbeiten.“ Gerade deshalb ist der Aufruf zur Solidarität wichtig, um Wohnungsnot reduzieren und Lösungen für Betroffene finden zu können.

Helfen vor dem „Rauswurf“

Bevor es soweit kommt, arbeitet die Beratungsstelle „Existenz&Wohnen“ aktiv daran, möglichst frühzeitig einen drohenden Wohnungsverlust abzuwenden. „Dieser Arbeitsansatz in der Sozialarbeit fokussiert auf Beratung und Begleitung“, so Christian Beiser. Auch hier ist die Zunahme an hilfesuchenden Menschen deutlich: Bei einem Drittel der Beratungen ist Wohnen das akute Problem. Betroffen hat es zuletzt 2.100 Menschen, davon 750 Kinder.

Der Appell

„Die wachsende Wohnungsnot in Vorarlberg betrifft immer öfter Familien und damit auch Kinder. Dies muss uns als Gesellschaft auf den Plan rufen. Um den Familien in diesen Notlagen wirksam helfen zu können, braucht es vor allem auch den Zusammenhalt der Menschen in einer solidarischen Gesellschaft. Jene, denen es besser geht, dürfen diejenigen nicht aus dem Auge verlieren, die Unterstützung brauchen“, so der Appell von Caritasdirektor Walter Schmolly.

„Menschen ohne fixes Dach über dem Kopf brauchen dringend unsere Hilfe.

Damit die Caritas hier aktiv sein kann, sind wir auf die Großzügigkeit von Menschen angewiesen, die hier mithelfen, in dem sie verfügbaren Wohnraum günstig zur Verfügung stellen oder unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen. Jede Spende hilft uns, Menschen rascher aus der Not zu bringen. In einer solchen Situation zählt jeder Tag!“

Zahlen und Fakten:

1.576                    Übernachtungen wurden in den ersten drei Quartalen dieses Jahres in der Notschlafstelle registriert.

2 von 3                  Betroffenen übernachteten zum ersten Mal in der Notschlafstelle als letzte Station vor der Straße.

2.081                    Menschen (ein Drittel aller Beratungen) kamen zuletzt Hilfe mit der Hauptproblematik Wohnungsnot in die Beratungsstelle „Existenz&Wohnen der Caritas.

750                        Kinder sind mit betroffen. Hier ist eine steigende Tendenz spürbar.

100                        Fälle von drohender Delogierung wurden im vergangenen Jahr bearbeitet. In neun von zehn Fällen konnte eine Lösung gefunden werden.

Spenden helfen wirksam:

Durch die Bereitstellung von leistbarem Wohnraum:

Wir freuen uns über Kontaktaufnahme unter 05522/200-1221.

Durch Geldspenden:

Kennwort „Wohnungsnot Vorarlberg“: IBAN AT32 3742 2000 0004 0006

Online-Spenden: www.caritas-vorarlberg.at

Quelle: Caritas/Kager

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