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Gemeinde verbesserte Lebensraum seltener Tiere

Die Feuchtbiotope an der Seelache haben sich durch die Regenfälle der letzten Wochen mit Wasser gefüllt und erwarten die Rückkehr der Amphibien aus ihren Überwinterungsverstecken.
Die Feuchtbiotope an der Seelache haben sich durch die Regenfälle der letzten Wochen mit Wasser gefüllt und erwarten die Rückkehr der Amphibien aus ihren Überwinterungsverstecken. ©RM Europaschutzgebiete
Maßnahmen sollen Wiesenbrütern, Kiebitzen und anderen Arten helfen.
Neue Lebensräume

Lustenau. Um die Wiesenbrüter, Amphibien und Kleinsäuger im Naturschutzgebiet Obere Mähder und im angrenzenden Oberen Schweizer Ried zu schützen, setzten im Jänner 2020 die Ortsgemeinden Schmitter und Widnau als Grundbesitzerinnen, die Marktgemeinde Lustenau und die Natura 2000-GebietsbetreuerInnen in vorbildlicher Zusammenarbeit wertvolle Maßnahmen um.

Das Obere Schweizer Ried zählt mit dem Auer Ried im Norden Lustenaus zu den wichtigsten Brutgebieten des bedrohten Kiebitzes in Vorarlberg und darüber hinaus im gesamten Bodenseeraum. Der Kiebitz brütete ursprünglich in ungedüngten Streuewiesen. Mittlerweile nutzt diese Art überwiegend Ackerstandorte, wo sie ab Ende März eine Nistmulde für drei bis vier Eier auf dem Boden anlegt. Nach dem Schlüpfen können Kiebitz-Küken vom ersten Tag an laufen und selbstständig Nahrung aufnehmen. Nach 35 bis 40 Tagen werden sie flügge – bis dahin sind sie jedoch allerlei Gefahren ausgesetzt.

Abflachungen für die Tiere

Steile und tiefe Riedgräben können eine tödliche Falle für Kleinsäuger und junge Kiebitze sein. Durch Abflachungen ist es den Tieren möglich, den Graben selbständig zu verlassen. Mit Zustimmung der Ortsgemeinden Schmitter und Widnau wurde der Grenzgraben im Oberen Schweizer Ried kürzlich abgeflacht und auf einer Länge von zehn Metern ausgeweitet. Während der Aufzuchtzeit ist es für die Altvögel besonders wichtig, mit ihren Küken offene Nassstellen für die Wasser- und Nahrungsaufnahme auf sicherem Weg zu erreichen. Durch das Aufbringen von Kies bleibt der Zugang auch während des Sommers vegetationsfrei und kann von den jungen Kiebitzen gefahrlos aufgesucht werden.

Amphibienparadies Seelache

Amphibien brauchen zur erfolgreichen Fortpflanzung Laichgewässer mit geeignetem Pflanzenbewuchs. An der Seelache, einem trockengefallenen Bachlauf mit reichlich Röhricht, Baum- und Buschbestand, finden sich mehr als ein Dutzend Weiher mit unterschiedlicher Größe und Ausstattung. Während die an der Seelache vorkommenden Molcharten Gewässer mit Wasserpflanzen benötigen, an deren Blätter sie ihre Eier ablegen können, bevorzugen Gelbbauchunken bewuchsarme Flachgewässer, die zeitweise trockenfallen.

Instandhaltung der wertvollen Feuchtbiotope

Die Gelbbauchunke besiedelte ursprünglich dynamische Lebensräume in Fluss- oder Bachauen, bei denen nach Hochwasserereignissen offene Pionierstandorte zur Verfügung standen. Um diese gefährdeten Arten in der heutigen Kulturlandschaft zu erhalten, müssen Gewässer regelmäßig in frühe Entwicklungsstadien zurückversetzt werden. Dazu wird Vegetation und Bodengrund entfernt. Die Gebietsbetreuer Alwin Schönenberger und Petra Häfele haben gemeinsam mit Rudi Alge von der Umweltabteilung und Kurt Spechtenhauser vom Bauhof die Instandhaltung von vier Gewässern entlang der Seelache vorbereitet.

Wegsicherung entlang des Seelachendamms

Die Mitarbeiter des Bauhofes haben außerdem im Januar entlang des beliebten Spazierweges am Seelachendamm umfassende Gehölzpflegemaßnahmen durchgeführt. Dabei stand die Wege- und Sturmsicherung im Vordergrund. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf dem Fällen vom Eschentriebsterben befallene Bäume entlang des Weges. Darüber hinaus wurden aber auch lebensraumaufwertende Maßnahmen für Vögel, Kleinsäuger, Amphibien und Insekten umgesetzt: Auf die angrenzenden Streuewiesen wurden Sichtschneisen freigemacht und anfallendes Astmaterial als wertvolle Rückzugsstrukturen aufgeschichtet. „Allen Beteiligten gebührt ein großer Dank für die Planung und Umsetzung dieser wertvollen Maßnahmen zum Schutz unserer bedrohten Tierwelt“, so Rudi Alge.

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