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Gefäßforschung: Grazer Aneurysmen-Analyse wird in Deutschland erprobt

Mit Hilfe von biomechanischen Berechnungen kann das Grazer Biomed-Startup-Unternehmen Vescops das Risiko eines Aortenrisses berechnen.

Das neuartige System zur Analyse von lebensgefährlichen Erweiterungen der Bauchschlagader (Abdominales Aorten Aneurysma) wurde von Graz aus in Kooperation mit dem schwedischen Karolinska Hospital Stockholm entwickelt und zur Zeit an der Uniklinik Heidelberg erprobt. Die Marktzulassung wird für das kommende Jahr erwartet, heißt es vonseiten des Unternehmens.

Rund jeder zwölfte Österreicher über 60 erkrankt an einer Erweiterung der Bauchschlagader. Unbehandelt kann sich dieses sogenannte Abdominale Aorten Aneurysma (AAA) vergrößern, bis es reißt, was zumeist tödliche Folgen hat: Nur die schnellstmögliche Versorgung kann das innere Verbluten verhindern, schildert Unternehmenssprecherin Carmen Gasser im APA-Gespräch. Gemeinsam mit dem Grazer Maschinenbauer und Biomechaniker Thomas Christian Gasser und dem Experten für Bildrekonstruktion, Martin Auer, hat sie vor zwei Jahren das Grazer Unternehmen gegründet.

Mithilfe des neuartigen Grazer Diagnose-Systems soll es künftig besser abschätzbar werden, ob und wann ein chirurgischer Eingriff zur Behandlung der bedrohlichen Erkrankung notwendig ist. Dazu werden Daten der Computertomografie (CT) herangezogen und zusätzlich eine detaillierte biomechanische Analyse des Aneurysmas durchgeführt.

Noch wird die Technologie nur in einigen Pilotprojekten eingesetzt: Die ersten klinischen Erprobungen des Systems wurden in Schweden und dem Gefäßzentrum der Universität Perugia durchgeführt, so Gasser. Mit dem Universitätsklinikum Heidelberg ist das Grazer Unternehmen nun eine Forschungskooperation mit dem größten deutschen Gefäßzentrum eingegangen.

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