Gedenken mit Gespür für Natur und Kultur

©Christof Egle
Seminar zur nachhaltigen Friedhofsgestaltung.
Naturnahes Rankweil

Rankweil. Der Herbst zieht spürbar ins Land, die Feiertage Allerheiligen und Allerseelen und damit verbunden das Gedenken an die Verstorbenen stehen vor der Haustür. Doch wie soll der Schmuck eines Grabs idealerweise ausschauen? Diesem doch durchaus sensiblen Thema widmete sich die Reihe “NatuRankweil”.

Rund 20 interessierte Teilnehmer trafen sich im Hof der Gärtnerei Bauer zum Roten Haus, das Team rund um Chefin Annelies Kopf widmete sich eingangs gestellter Frage und hatten durchwegs unkonventionelle Tipps für die Gäste. Die ausgebildeten Floristinnen näherten sich dem Thema über einen gestalterischen Zugang und unterstrichen dabei die Wichtigkeit kultureller Symbole auf Gräbern und zeigten dann eine Problematik auf: In Zeiten von Urnenwänden und Stein-Betonwüsten auf manchem Friedhof, geht auch zusehends die Funktion als Naturoase für Mensch und Tier verloren. Vor allem Bienen und Insekten sind auf Futterquellen angewiesen. Durch ein paar einfach unkonventionelle Tricks können mehrere Aspekte, wie liebevoller Schmuck, eine würdige Grabstelle, Nachhaltigkeit, aber auch ein sparsamer Arbeitseinsatz berücksichtigt werden. Kopf und ihr Team setzen dabei nicht auf klassische Grabpflanzen, sondern auf Kräuter wie Basilikum, Salbei, Lavendel oder Thymian. Aber auch blühende Gräser, Blumen wie Astern, Lilien oder Flieder bringen eine Blütenpracht und versorgen Bienen, Hummeln und Co. mit Nahrung. Um unnötige Arbeit zu vermeiden, pflanzte das Floristenteam auch verschiedene Blumenzwiebeln wie Narzissen, Tulpen oder Hyazinthen in ihre Arrangements, die ohne großes Zutun im Frühjahr blühen. In Klöstern pflegt man die Symbolkraft der Pflanzen bereits seit Jahrhunderten, als Beispiel sei hier noch der Efeu angefügt, dieses steht für ein immer bleibendes Leben und passt so perfekt auf ein Grab.

Als Universaltipp fassten die Vortragenden zusammen: Unkompliziert bleiben und sich was trauen. Wer Tipps zu dem Thema benötigt, die Gemeinde Rankweil hat eine Broschüre zum Thema „Naturoase Friedhof“ gestaltet, welche im Rathaus kostenlos aufliegt. CEG

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