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Gaudio gewann French Open-Krimi

Der ungesetzte Gaston Gaudio hat am Sonntag in Paris überraschend die Tennis-French-Open gewonnen. Der 25-Jährige siegte in einem denkwürdigen Finale gegen seinen argentinischen Landsmann Guillermo Coria.

Das Herren-Endspiel 2004 wird als eines der denkwürdigsten in die French-Open-Geschichte eingehen. Im ersten rein argentinischen Finale der Grand-Slam-Geschichte lieferten einander Gaston Gaudio (25) und Guillermo Coria (22) dreieinhalb Stunden lang einen packenden Kampf, den der ungesetzte Gaudio schließlich 0:6,3:6,6:4,6:1,8:6 für sich entschied. Gaudio sorgte für den ersten argentinischen Grand-Slam-Sieg seit 1979, damals hatte Guillermo Vilas die Australian Open gewonnen. Vilas war auch der bis Sonntag letzte argentinische Roland-Garros-Sieger gewesen (1977).

Das Finale hatte alles zu bieten. Der an Nummer drei gesetzte und klar favorisierte Coria startete im Eilzugstempo und brauste über Gaudio hinweg. Nach 24 Minuten gewann Coria den ersten Satz 6:0, nach 37 weiteren Minute gewann er Satz Nummer zwei 6:3. Gaudio, der seine Nerven nicht in den Griff bringen konnte, wechselte mehrmals den Schläger und kämpfte sich unterstützt vom Publikum zurück ins Spiel.

Der erste ungesetzte French-Open-Triumphator seit Gustavo Kuerten (1997) holte sich den dritten Set 6:4, ehe Anfang des vierten Satzes das Spiel vorbei zu sein schien. Beim Stand von 1:1 musste Coria eine Verletzungspause nehmen, eine Blessur in der linken Wade machte dem jüngeren der beiden Argentinier schwer zu schaffen. Coria spielte zwar weiter, gab jedoch den Satz beinahe kampflos 1:6 ab.

Anfang des entscheidenden Satzes kam Coria aber wieder tänzelnd und hoch motiviert auf den Platz und fightete sich zurück. Coria führte 3:1 und 4:2, Gaudio schaffte jedoch das Rebreak zum 4:4. Es folgten vier weitere Breaks, beim Stand von 6:5 vergab Coria sogar zwei Matchbälle. Gaudio brachte seinen Aufschlag zum 7:6 durch und schaffte im Anschluss daran das entscheidende Break zum 8:6.

Bei der Siegerehrung, zu der auch die argentinische Legende Vilas am Platz erschien, bedankte sich Gaudio bei seiner Familie und brach in Tränen aus. „Seit meiner Kindheit war ein Sieg in Paris mein großer Traum“, erklärte der überwältigte Gaudio. Für Coria, den derzeit besten Sandplatzspieler der Welt, war es die bitterste Stunde seiner Karriere und erst die zweite Niederlage auf seinem Lieblingsbelag innerhalb eines Jahres. Als kleiner Trost ist Coria neuer Zweiter hinter Roger Federer .

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