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Gasthaussterben – Stirbt der Wirt, dann stirbt der Ort?

Die Teilnehmer der Diskussion, Richard Bilgeri, Matthias Mayr, Eugen Fulterer, Claudia MArte, Matthias Müller, Johannes Herburger
Die Teilnehmer der Diskussion, Richard Bilgeri, Matthias Mayr, Eugen Fulterer, Claudia MArte, Matthias Müller, Johannes Herburger ©Christof Egle
 Bei einer Podiumsdiskussion in Dafins wurde die Zukunft von Dorfgasthäusern analysiert. 
Diskussion Gasthaussterben

 

Zwischenwasser. Johannes Herburger der seines Zeichens selbst aus einer Gastronomiefamilie entstammt, hat im Rahmen eines EU-Leaderprojekts zur Zukunft der Gasthäuser im ländlichen Umfeld erstellt. In Zusammenarbeit mit dem Verein Dörfliche Lebensqualität lud man kürzlich zu einer Diskussion der Problematik in „üsre Krona“ nach Dafins und stellte dabei Lösungsmöglichkeiten vor.

 

Matthias Mayr Geschäftsführer der Region Dreiklang Schnifis, Dünserberg und Düns unterstützt als Beispiel den neuen Pächter des Hensslerstübles mit einer umsatzabhängigen Pacht. Trotz gegenteiliger Meinung langten bei der Pachtneuausschreibung sehr viele Bewerbungen ein. Den weiteren Gasthäusern hilft man mit der Entwicklung eines Gastrokonzepts und unterstützt Wirte auf unterschiedlichster Ebene. Für Mayr unablässig ist es Synergien mit anderen Branchen zu finden.

 

Das Gasthaus Krone in Dafins wurde, nach einer Pensionierung, von der Gemeinde Zwischenwasser im Sinne der Förderung der dörflichen Infrastruktur günstig erworben. In diesem Zuge gründete sich auch der Verein “üsere Krona” der den Betrieb übernahm. Vereinsobfrau Claudia Marte berichtete von ihren bisherigen Erfahrungen. Vorrangig werden Jasser und Kirchgänger werden zum Frühschoppen angesprochen, die Krone ist sozialer und kultureller Treffpunkt. Essen gibt es nur über Vorbestellung bei Gesellschaften über eine Cateringfirma. So konnte die Schließung des einzigen Dorfgasthauses verhindert werden.

 

Richard Bilgeri, Obmann der Genossenschaft „üser Wirtshus“, mit dem Bartle in Riefensberg ein klares Konzept: „Jassa und a Bier“ lautet das Motto. Die Genossenschaft führt den Betrieb, Gäste können Anteilsscheine kaufen, das nötige Budget für den Umbau, der in Eigenregie durchgeführt wurde, war binnen drei Wochen gesammelt.

 

Matthias Müller als Obmann des jungen Gastgewerbes und Wirt im Schützenhaus Feldkirch sieht für Gasthäuser ab einer gewissen Größe Probleme mit dem lokalen Einkauf. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen sind ein großes Problem für Gastronomen. Für ihn gehört auch das Berufsimage des Wirts verbessert.

 

Eugen Fulterer schließlich stammt aus dem Gasthaus Kreuz in Rankweil, ist aber derzeit als Kulturarbeiter und Berater tätig. Für ihn sind bei aller Wertschätzung der Vereine, die diversen Vereinslokale ein Problem insofern, dass sich der Umsatz vom Gasthaus hin zu den Vereinen verlagert hat.

 

Die Veranstaltung, bei der nach den einzelnen Beiträgen noch bei einem Buffet diskutiert wurde, stieß auf großen Anklang. Unter anderem vor Ort die Landtagsabgeordneten Markus Hartmann, Hubert Kinz, Daniel Matt, Christoph Metzler sowie Josef Türtscher. Auch zahlreiche Bürgermeister aus Kleingemeinden lauschten gespannt den Vorträgen, so etwa Gastgeber Rainer Duelli (Übersaxen), Werner Müller (Klaus), Roman Kopf (Röthis), Angelika Schwarzmann (Alberschwende) sowie Karl Wutschitz (Sulz). CEG

 

 

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