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Gaschurn als energieeffiziente Gemeinde ausgezeichnet

Zwei "e" gab's als Auszeichnung für das e5-Team von Gaschurn.
Zwei "e" gab's als Auszeichnung für das e5-Team von Gaschurn. ©Christine Kees
e5-Auszeichnung für Gaschurn

Positiver Einstieg für Gaschurn ins “e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden”. Bei seiner ersten Zertifizierung in diesem Jahr erreichte der Neueinsteiger zwei “e”. Bürgermeister Martin Netzer hob bei der Übergabe der Auszeichnung die Bedeutung des Umweltbewusstseins für den Tourismus hervor.

Insgesamt 83 Kommunen nehmen österreichweit am e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden teil. Sie müssen sich spätestens alle vier Jahre einer Zertifizierung stellen und erhalten dort die Noten für ihre Energiepolitik – von ein bis maximal fünf “e”.

Gaschurn, seit 2008 Mitglied im e5-Programm, stellte sich in diesem Jahr zum ersten Mal der Zertifizierung. Die Gemeinde erreichte fast die Hälfte der möglichen Punkte und damit zwei “e”. Die Jury lobte unter anderem Projekte wie das Trinkwasserkraftwerk und das Biomasse-Heizwerk sowie die Vielzahl an Veranstaltungen zur Bewusstseinsbildung.

Gerade darin sieht der Bürgermeister von Gaschurn, Martin Netzer, eine wichtige Aufgabe der Gemeinde: “Vor allem über Bewusstseinsbildung bei unseren Kindern und Jugendlichen können wir viel zur Veränderung beitragen.” Umweltbewusstsein sei in der Tourismusgemeinde mit 450.000 Nächtigungen pro Jahr besonders wichtig, ist Netzer überzeugt: “Wir leben von unserer Umwelt. Tourismus ist grün.”

Schritt für Schritt voran
Insgesamt stellten sich in diesem Jahr neun Vorarlberger Gemeinden der Zertifizierung durch die Expertenjury. “Mehr als zufrieden” zeigt sich e5-Programmleiter Karl-Heinz Kaspar vom Energieinstitut Vorarlberg mit dem Ergebnis: “Es ist schon faszinierend, dass sich die Gemeinden auch im zwölften Jahr des e5-Programms immer noch steigern. Sie gehen damit Jahr für Jahr und Schritt für Schritt in Richtung Energieautonomie.”

Die Bürger in den e5-Gemeinden profitieren von den Projekten auch ganz direkt, schildert Kaspar. Als positives Beispiel nennt er die Thermografie-Aktion, bei der in den vergangenen vier
Jahren 15.000 Aufnahmen von 1800 Objekten angefertigt wurden. “Ein Viertel der Hausbesitzer hat schon im ersten Jahr nach einer Thermografie konkrete Sanierungsmaßnahmen gesetzt”, betont der e5-Programmleiter.

e5 ist “Energiezukunft vor Ort”
Der Obmann des Energieinstituts Vorarlberg, Umwelt-Landesrat Erich Schwärzler nannte das e5-Programm “eine tragende Säule für die Entwicklung Vorarlbergs zur Modellregion für Energieeffizienz. Das e5-Programm zeigt, wie Energiezukunft vor Ort, gemeinsam mit den Menschen, lebendig umgesetzt wird”, lobte Schwärzler bei der Auszeichnungsveranstaltung am Donnerstagabend.

Information: www.energieinstitut.at

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