Fußgängerzone Dornbirn wird erweitert - Doch Kritik wird deutlich lauter

"Neues Gesicht" für Innenstadt.
"Neues Gesicht" für Innenstadt. ©Stadt Dornbirn
Die Fußgängerzone in der Dornbirner Schulgasse wird im Frühjahr 2017 erweitert. Während die Stadt von einem "Meilenstein" spricht, sind Anrainer nur wenig angetan: Es wird befürchtet, dass nicht beide Bauetappen durchgeführt werden können.

“Meilenstein” für den “beliebtesten Treffpunkt in Vorarlberg”: Geradezu hymnisch loben die Dornbirner Stadtverantwortlichen die beschlossene Erweiterung der Fußgängerzone. “Im Frühjahr 2017 wird die Stadt die Fußgängerzone in der Schulgasse erweitern. Neu gestaltet wird der Abschnitt zwischen der Bahnhofstraße und der Mozartstraße inklusive des Kirchenparks, der eine erneuerte und sehr schöne Verbindung vom Marktplatz zur Schulgasse sein wird,” erläutert Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann das vom Stadtrat beschlossene Projekt. Dies ist die erste Etappe der Erweiterung der Fußgängerzone. Die Zweite wird die Neugestaltung der Schulgasse zwischen der Mozartstraße bis zur Jahngasse sein – die Realisierung wird mit geplanten Bauvorhaben auf dem Areal der ehemaligen PSK und der beabsichtigten Verbindung der Garagen zwischen Stadtmarkt und Sutterlüty abgestimmt, so die Stadt via Aussendung.

Innenstadt soll neues Gesicht erhalten

Die Dornbirner Innenstadt soll damit ein neues Gesicht erhalten. Von der Einmündung der Bahnhofstraße bis zur vor zwei Jahren neu gestalteten Mozartstraße wird die Schulgasse umgebaut und zur Fußgängerzone erklärt. Auch der Kirchenpark zwischen dem Marktplatz und der Schulasse wird komplett neu gestaltet. Die hochstämmigen Bäume bleiben erhalten, so die Stadt. Hier konnte sich die Stadt zudem vor Kurzem ein Grundstück sichern, um den Park zu erweitern. “Die erweiterte Fußgängerzone ist ein weiterer Meilenstein in der Gestaltung des Dornbirner Stadtzentrums. Mit diesem Projekt wird die Innenstadt noch attraktiver. Wir hoffen, dass der ersten Etappe bald schon die zweite folgen kann,” freut sich Planungsstadtrat Mag. Martin Ruepp über das gelungene Projekt. Geprüft wird derzeit auch eine Erweiterung des Wochenmarkts in die Schulgasse. Der Planung waren ein Beteiligungsprozess und ein Wettbewerb vorausgegangen, den die Innsbrucker Architekten Katrin Aste und Frank Lüdin gewonnen haben.

Stadt Dornbirn
Stadt Dornbirn ©Stadt Dornbirn

1,7 Millionen Euro für Neugestaltung

Rund 1,7 Millionen Euro müssen im Budget des kommenden Jahres für die Neugestaltung vorgesehen werden. Die Oberflächen werden ähnlich gestaltet wie bereits der Marktplatz. Damit die Zufahrt auch mit schwereren Lasten möglich sein wird, werden stärkere Steinplatten (14 cm) verwendet. Tiefbaustadtrat Mag Gebhard Greber: “Im Sinne eines nachhaltigen Bauens werden die verlegten Granitplatten aus Österreich verwendet. Der Großteil der Steinplatten kommt aus dem Waldviertel. Für gestaltete Zwischenbereiche werden Steine aus dem Bregenzer Wald verwendet. Der österreichische Granitstein hat sehr gute Eigenschaften hinsichtlich Gesteinshärte, Belastbarkeit, Salz- Taubeständigkeit.“ Die verwendeten Steine entsprechen in der Farbigkeit und Textur den Granitplatten, die bereits auf dem verlegt sind.

Anrainer mit Kritik

Wie der ORF berichtet, mehrt sich indes aber auch die Kritik am Projekt: Das Bürger-Komitee Mozartstraße/Sala befürchtet demnach, dass nicht beide Bauetappen durchgeführt werden. Laut Beate Fetz und Dieter Mareska vom Bürgerkomitee brauche es eine “große Lösung”. Konkret geht es um die unterirdische Verbindung zwischen dem Einkaufsmarkt Sutterlüty und der Stadtmarkt-Garage. Laut Komitee seien diese zwar geplant – die Finanzierung sei aber nicht geklärt. Die Anrainer rechnen daher mit bis zu 800 Fahrzeugen mehr am Tag in der Mozartstraße, wenn die Schulgasse nur zwischen Bahnhofstraße und Mozartstraße eine Fußgängerzone würde.

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