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Fußach: Jaulen und Krächzen verbieten

Auch andauerndes Schellen, das auf ,,mangelhafte Tierhaltung" zurückzuführen ist, sollte verboten werden.
Auch andauerndes Schellen, das auf ,,mangelhafte Tierhaltung" zurückzuführen ist, sollte verboten werden. ©A. J. Kopf

Keine Mehrheit erhielt die Fraktion „Für Fußach“ für ihren Vorschlag, Lärmbelästigungen im Dorf durch eine strenge Verordnung einzuschränken. Lediglich fünf von 24 Mandataren stimmten dem Vorschlag zu.

 

Man einigte sich hingegen in der Gemeindevertretung am Dienstag, den 5. Juni, darauf, entsprechende Richtlinien über Ruhezeiten an die Bürger weiterzuleiten. Die deutliche Mehrheit der Mandatare befürchtete, dass eine Verordnung mit Strafbestimmungen zu Anzeigen und zu vermehrtem Streit zwischen Nachbarn führen könnte.

Das sei zwar gewiss nicht das Ziel des Antrages, so Fraktionschef Thomas Bösch. Vielmehr sollten Bewohner, die sich gestört fühlen, eine Handhabe haben, quasi die Rute im Fenster. „Lärm erregende Tätigkeiten“ sollten nach dem Vorschlag der Fraktion von Montag bis Freitag nur zwischen 8 und 12 Uhr sowie 13:30 bis 20 Uhr möglich sein. Am Samstag müssten Rasenmähen (mit Verbrennungsmotoren), Arbeiten mit lauten Garten- und Heimwerkergeräten usw., bereits um 17 Uhr enden – allerdings ohne Mittagspause.

Die gleichen Ruhezeiten sollten auch für das „Einwerfen von Glasflaschen“ bei Sammelstellen in der Nähe von bewohnten Objekten gelten. Verboten gehöre auch das „das Starten oder Verwenden von Kraftfahrzeugen ohne zwingenden Grund sowie das nicht unbedingt notwendige Laufenlassen von Verbrennungsmotoren aller Art auf anderen Flächen als Straßen mit öffentlichem Verkehr, sofern jene in der Nähe von bewohnten Objekten oder zur Erholung genutzten Freiräumen liegen.“

Jaulen, Krächzen, Schellen . . .

Interessant klingt die Passage mit der Einschränkung der „durch mangelhafte Haltung von Tieren verursachte, länger andauernde Geräuschentwicklung wie Bellen, Jaulen, Krächzen, Stampfen, Schellen und Ähnliches in und in der Nähe von bewohnten Objekten“.

Natürlich fallen auch laute Radio- oder TV-Geräte sowie weitere Lärmmaschinen unter die Verordnung.

Spielwiese für Vernaderer

„Für Fußach“ unterstrich mehrfach, dass es nicht darum gehe, Ruhestörer gleich anzuzeigen. Das lasse sich aber wohl kaum verhindern, meinte die klare Mehrheit der Mandatare. Immerhin soll es in Fußach Personen geben, die durchs Dorf radeln und danach vermeintliche Verstöße zur Anzeige bringen. Eine solche Verordnung würde diesen Vernaderern Tür und Tor öffnen.

Die Gemeinde rät sowieso dazu, eine Mittagspause einzuhalten und ungebührlicher Lärm nach 22 Uhr ist laut Gesetz zu unterlassen. Dafür ist keine eigene Verordnung erforderlich. Die Begrenzung auf 20 Uhr oder gar auf 17 Uhr (an Samstagen) allerdings würde wohl zahlreiche Häuslebauer, Heimwerker usw. gewaltig stören.

Gemeinde erstellt Richtlinie

Es soll aber eine Sammlung solcher Ratschläge in einer eigenen Richtlinie zusammengefasst und regelmäßig veröffentlicht werden. Auch erhalten neu zugezogene Fußacherinnen und Fußacher künftig ein Merkblatt mit diesen Hinweisen. Damit zeigten sich schließlich alle mehr oder weniger zufrieden. Denn niemand in der Gemeindevertretung sprach sich für Ruhestörung aus. Und alle sind der Überzeugung, dass ein Gespräch über den Gartenzaun meist mehr bringt als eine Anzeige.

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