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Funkausstellung in Berlin

Flache Fernseher, Vernetzung, HDTV, Festplattenrecorder und mobiles Fernsehen und Musik dominieren - die wichtigsten Trends der diesjährigen Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin (2.-7. September).

  • FLACHE FERNSEHER: Ob LCD oder Plasma – die flachen Bildschirme haben sich gegen die immer noch billigere Röhre durchgesetzt. Inzwischen liefern die neuen digitalen Geräte nicht nur mehr als die Hälfte der Umsätze mit Fernsehern, sondern liegen nach Angaben aus dem Handel auch bei den Stückzahlen gleichauf. Billiganbieter wollen den Preis auch großer Bildschirmdiagonalen unter 1.000 Euro drücken, dagegen kann man sich beim Edel-Hersteller Fernseher in individuellem Design bestellen.
  • VERNETZTE UNTERHALTUNG: Digitale Urlaubsfotos oder -videos auf dem Fernseher ansehen, Musik vom Computer über die Hifi-Anlage hören, alle möglichen Geräte miteinander verbinden können, und das am besten schnurlos und über verschiedene Zimmer hinweg – die Vision vom vernetzten Zuhause wird auf der diesjährigen Funkausstellung greifbar wie noch nie. Computer- und Unterhaltungselektronik verschmelzen nahezu nahtlos zum Medienserver, drahtlose WLAN-Funknetzwerke zur Verknüpfung der Geräte werden alltäglich – als nächstes haben die Entwickler den Link zu Handys und Küchengeräten im Visier.
  • HDTV: High Definition (HD), das gestochen scharfe Fernsehen dank deutlich mehr Bildpunkten, ist so etwas wie eine Zauberformel für die Elektronik-Hersteller. In der Zukunft soll HDTV den Austausch der gesamten Fernseh-Infrastruktur nach sich ziehen. Die modernen Flachbild-Fernseher sind zwar schon meist HD-tauglich, doch bislang fehlte in Deutschland das Programm. Als Erste starten nun ProSieben und Sat.1 ein HD-Programm Ende Oktober, werden allerdings den Großteil der Sendungen nur auf die höhere Auflösung hochrechnen. Der Abosender Premiere geht am 18. November mit in HD erstellten Filmen, Sportübertragungen und Dokumentationen auf den Markt, allerdings kann einer der drei Kanäle auch schon fast 15 Euro im Monat kosten. Bei dem hochauflösenden Nachfolge-Standard für die DVD konkurrieren die Formate Blu-ray und HD-DVD bislang noch in der Theorie miteinander: Obwohl Geräte beider Lager auf der IFA zu sehen sein werden, wird eine Markteinführung in Europa frühestens Ende 2006 erwartet.
  • FESTPLATTENRECORDER: Während hochauflösendes Fernsehen wohl noch länger kein Massenmarkt sein wird, verdrängen DVD-Aufnahmegeräte immer schneller die altgedienten Videorecorder aus den Wohnzimmern. Der Trend sind immer größere Festplatten, mehr Komfort und erschwinglichere Preise dank des Vormarsches von Billigherstellern.
  • MOBILES FERNSEHEN: Der Wechsel zum digitalen Übertragungs-Standard DVB macht es möglich, die Tore der Fußball-WM 2006 sollen den Durchbruch bringen – das “Überall-Fernsehen” auf mobilen Geräten vom Handy bis zum LCD-Handfernseher. Noch arbeiten die Hersteller an Batterielaufzeiten und Bildqualität, doch das Beispiel Asiens zeigt, dass unterwegs fernsehen durchaus populär sein kann.
  • MOBILE MUSIK: Der Boom von MP3 und ähnlichen Formaten ist ungebrochen. iPod-Erfinder Apple mag selbst nicht in der Liste der IFA-Aussteller sein, doch stellen Vertriebspartner die Geräte aus und auch die blühende Branche passender Accessoires wie Lautsprecher oder Auto-Adapter ist reichlich vertreten. Handy-Hersteller preschen ebenfalls verstärkt auf den mobilen Musik-Markt vor.
  • HIFI LEBT: MP3, Heimnetzwerke und Home Cinema schienen schon seinen Niedergang besiegelt zu haben – doch das gute alte HiFi-Stereo ist auf der IFA 2005 wieder im Aufwind. Namhafte Marken-Hersteller zeigen schicke neue Anlagen, der Handel berichtet von anziehenden Absätzen und bei manchem teuren High-End-Gerät gibt es monatelange Wartezeiten. Mit dabei wieder auch die von der Zeitschrift „Audio” zusammengestellte teuerste Anlage der Welt mit Komponenten im Wert von rund einer Million Euro.

S E R V I C E

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