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Für mehr Sicherheit am See: Rodungen im Schwarzbad

Andreas Fessler und Markus Hehle sind hier im Auftrag des Militärkommandos Vorarlberg fachmännisch an der Arbeit.
Andreas Fessler und Markus Hehle sind hier im Auftrag des Militärkommandos Vorarlberg fachmännisch an der Arbeit. ©Schallert
Lochau. Mit massiven Holzschlägerungsarbeiten sahen sich am Wochenende die Spaziergänger im Lochauer Schwarzbad konfrontiert. Aus Alters- und Sicherheitsgründen mussten rund 15 Bäume im Bereich des ehemaligen Militärübungsgeländes gefällt werden.
Rodungen im Bereich des Militärübungsgeländes im Schwarzbad

Markus Hehle und Andreas Fessler waren hier im Auftrag des Grundeigentümers Militärkommando Vorarlberg an der Arbeit, um die vom Militärförster gekennzeichneten teils rund 100 Jahre alten imposanten Weidengehölze fachmännisch umzulegen und in den nächsten Tagen als Hackgut zu entsorgen. Abgestorbene Bäume hingegen müssen liegengelassen werden, da es sich beim Militärübungsgelände um ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet handelt.

Erholungsraum am Bodensee

Die Erhaltung dieses einzigartigen Freizeit- und Erholungsraumes an einem frei zugänglichen Bodenseeufer erfordert auch eine entsprechende Pflege. So müssen die gewaltigen Hochstammbäume im Bereich der Liegewiesen sowie die Bäume der Kastanienallee immer wieder von morschem und brüchigem Astwerk befreit werden. In teils schwindligen Höhen ist hier, wenn notwendig, das „BaumPflegeteam Langen“ gut gesichert an der Arbeit. Diese Maßnahmen dienen nicht nur der Sicherheit der zahlreichen Erholungssuchenden hier am See, gepflegte Bäume haben zudem auch eine längere Lebenszeit.

Aus der Geschichte

Man nimmt an, dass ein Großteil dieser Bäume vor rund 100 Jahren im Zuge der Eröffnung des prunkvollen „Kaiser-Strand-Palast-Hotel“ im Jahre 1910 am Lochauer Bodenseeufer gepflanzt wurde. Der Hotelfachmann Georg Hauber aus Lindau hatte von den Geschwistern Josef und Theresia Hutter das alte „Gasthaus zum Anker“ samt Anwesen erworben, um auf der Halbinsel am Bäumle nach den Plänen des Bregenzer Baumeisters Otto Malaun eine Heilanstalt mit Kurbetrieb zu errichten.

Mit dem neuen Strandhotel wurde natürlich auch die gesamte See- und Uferpromenade entsprechend gestaltet. Kurgarten, Musikhalle und Tennisplätzen, Hafenanlagen, Badehaus und das hoteleigene Strandbad im Bereich des heutigen Schwarzbades sorgten für das entsprechende Ambiente und für die touristische Veränderung im legendären Umfeld des ehemaligen Hafens am Bäumle. Als Krönung seiner Initiativen wurde Georg Hauber von seiner Majestät, Kaiser Franz Josef I., in Audienz empfangen und erhielt die hochoffizielle Erlaubnis, sein stolzes Werk nun „Kaiser-Strand-Palast-Hotel“ und den vorgelagerten Uferabschnitt „Kaiser-Franz-Josef-Strand“ nennen zu dürfen. Selbst Kaiser Karl I., der letzte Monarch aus der Habsburger Dynastie, genoss 1917 mit seiner Gattin Zita nach seinem Besuch im Lazarett Schloss Hofen die Atmosphäre am legendären Kaiserstrand.

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