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Fünftes „e“ in Reichweite

Im Rahmen eines Workshops wurde am neuen Nenzinger Energieleitbild gearbeitet.
Im Rahmen eines Workshops wurde am neuen Nenzinger Energieleitbild gearbeitet. ©Elke Kager Meyer
Nenzing auf dem Weg in eine unabhängige Energie-Zukunft
e5 Gemeinde Nenzing

Seit 1998 – also nunmehr seit 20 Jahren – gibt es das e5-Landesprogramm in Vorarlberg. Das gemeinsame Ziel aller 46 teilnehmenden Gemeinden: Energieeffizienz, Klimaschutz und als langfristiges Ziel die Energieautonomie in Vorarlberg. Die Wege dorthin sind vielfältig und reichen von Energiemeisterschaften, öffentlichen Photovoltaik-Anlagen, Solaranlagen-Checks oder Aktionen im Rahmen der Mobilwoche. Die Marktgemeinde Nenzing ist eine e5-Gemeinde der ersten Stunde – momentan mit vier von fünf möglichen „e“´s. „Um diese Bemühungen weiterhin auf dem höchsten Niveau zu halten, wurde die Idee eines Energie-Leitbilds geboren, das die strategischen Rahmenbedingungen für die Energiepolitik einer Gemeinde vorgibt“, erläutert Edwin Gaßner vom e5-Team.

Ideen-Workshop

Im Rahmen eines Workshops sammelten Vertreter aus der Bevölkerung sowie Nenzinger Unternehmer gemeinsam mit Florian Jochum und Gregor Sellner vom Vorarlberger Energieinstitut konkrete Ideen, die in das „Energieleitbild 2018 – 2028“ mit einfließen sollen. Ob Raumplanung, Energie, Abfall und Abwasser, Landwirtschaft oder Mobilität: „Wir tragen als Gemeinde Verantwortung für die kommenden Generationen. Wir wollen unseren Kindern ein lebenswertes und fortschrittliches Nenzing hinterlassen“, so die Überlegung des e5-Teams im Hintergrund. „Das Energieleitbild hilft uns, Rahmenbedingungen für die Zukunft in den Bereichen Energie, Mobilität und Klimaschutz festzulegen.“ Auf Nachfrage erläutert Vize-Bürgermeister Herbert Greußing, dass im Budgetentwurf für das kommende Jahr beispielsweise die Errichtung einer weiteren Photovoltaik-Anlage – diesmal auf dem Dach des örtlichen Bauhofs – geplant ist. „Die bisherigen Anlagen auf dem Haus Nenzing sowie dem Vereinsheim des Fußballclubs waren mit dem Bürger-Beteiligungsmodell äußerst erfolgreich. Die Sonnescheine, die heuer im Herbst aufgelegt wurden, waren binnen drei Tagen ausverkauft“, freut er sich über die große Akzeptanz bei der Bevölkerung. Auch hier bestätigt sich die Grundidee der e5-Gemeinden: „Die Lösungen sind da. Wir müssen sie nur umsetzen.“

 

Umfrage: Kurzes Blitzlicht über den Workshop:

Es ist ein sehr konstruktives Arbeiten und ich empfinde es als sehr wertvoll, dass Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen und Berufsgruppen mitarbeiten. Das Energie-Leitbild 2018 bis 2028 soll nicht nur für das e5-Team sondern für die ganze Gemeinde Grundlage für Entscheidungen bilden.

Edwin Gaßner, e5-Team

 

Ich empfinde den Nachmittag als sehr interessant. Es ist gut, dass hier verschiedene Menschen aus verschiedenen Bereichen ihre Ideen und Visionen einbringen dürfen. In meinem privaten Bestreben für aktiven Umwelt- und Ressourcenschutz bin ich oft ein einsamer Reiter, hier merke ich, dass viele dieselben Visionen haben.

Harald Mark, Arbeitsgruppe „Bewahrung der Schöpfung“

 

Ich denke, dass Nenzing mit dem Energie-Leitbild eine sehr gute Ausgangsbasis hat, um das fünfte „e“ zu erreichen. Die Marktgemeinde zählte zu den Pionieren innerhalb der e5-Gemeinden und kann dies wieder werden. Ich spüre einen klaren Auftrag, dieses Ziel zu erreichen.

Florian Jochum, Energieinstitut

 

Den Workshop empfinde ich sehr positiv. Es freut mich, dass in einer bunten Gruppe beispielsweise auch die ortsansässige Firma Liebherr sehr zukunftsorientiert denkt und einen Vertreter geschickt hat. Gemeinde ist unser klares Ziel, das fünfte „e“ zu erreichen.

Herbert Greußing, Vize-Bürgermeister

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