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Fünftes „e“ in Greifweite

Gruppenfoto mit passendem Hintergrund: Das Kernteam der Nenzinger e5-Gruppe auf dem Dach des Bau- und Recyclinghofs.
Gruppenfoto mit passendem Hintergrund: Das Kernteam der Nenzinger e5-Gruppe auf dem Dach des Bau- und Recyclinghofs. ©Elke Kager-Meyer
Marktgemeinde Nenzing erreichte beim e5-Edit über 70 Prozent
e5 Nenzing

 

„Wir haben die letzten vier Jahre sicherlich Vollgas gegeben“, freut sich der Nenzinger Vizebürgermeister Herbert Greussing, dass die Bemühungen des e5-Teams beim Audit honoriert wurden. 70,1 Prozent wurden insgesamt erreicht. Seit über 20 Jahren setzen sich die Vorarlberger Gemeinden durch das e5-Programm für den Klimaschutz ein. Insgesamt beteiligen sich 48 Gemeinden daran, insgesamt leben 85 Prozent der Vorarlberger Bevölkerung in e5-Gemeinden. Alle vier Jahre müssen sie sich einem Audit stellen. Heuer musste die Auszeichnung in feierlicher Form in einem öffentlichen Rahmen Corona-bedingt ausfallen, die Gemeinden erhielten ihre Zertifikate bei persönlichen Besuchen von ihren Betreuern vom Energieinstitut überreicht.

Ein Blick auf Nenzing
Die Marktgemeinde hat in ihrem Energieleitbild für 2030 die Vision klar festgehalten: „Wir sind Vorreiter als umweltbewusste, energieeffiziente und visionäre Gemeinde. Wir schulden unseren Nachkommen einen sorgsamen Umgang mit Nenzing, dem Walgau, Vorarlberg, Europa und der Welt.“ Jede Entscheidung, die die Gemeindevertretung fällt, soll unter diesem Gesichtspunkt betrachtet werden. Wichtige entsprechende Aktivitäten in den vergangenen Jahren waren diesbezüglich die Gemeinwohlzertifizierung, die Anschaffung von E-Fahrzeugen, die Inbetriebnahme des Nahwärme-Biomasseheizwerks Beschling und vor allem das Projekt „Sunnastrom“: Insgesamt wurden beim Sozialzentrum sowie den Dächern des Clubheims des FC Nenzing sowie dem Bauhof Photovoltaik-Anlagen errichtet und diese mittels Bürgerbeteiligung finanziert. Die Zertifizierung brachte auch klare Ergebnisse mit sich: Während beispielsweise der Bereich „interne Organisation“ sensationelle 82 Prozent erreichte, sieht die Jury im Bereich „Mobilität“ noch Potential. „Hier werden in den kommenden Jahren einige Verbesserungen umgesetzt – etwa der Umbau des Bahnhofs Schlins-Beschling mit einem Bike-Ride-System oder der barrierefreie Umbau des Bahnhofs Nenzing. auch hier entstehen zusätzliche Fahrrad-Abstellplätze“, so Thomas Groß vom örtlichen Bauamt.

Wir wollen fünftes „e“

Als klares Ziel hat das e5-Team die Erreichung des fünften „e´s“ definiert. „Es liegt zwar einerseits sehr nahe, wir wissen aber gleichzeitig, dass hier noch viel Arbeit vor uns liegt“, erläutert Edwin Gaßner vom e5-Team. „Mit der neuen Gemeindevertretung formiert sich auch eine neue Gruppe, die in den nächsten vier Jahren die Marktgemeinde diesbezüglich mitgestaltet. Wir möchten auf alle Fälle die Vision Energieautonomie 2050 des Landes mit voller Kraft unterstützen“, so Herbert Greussing abschließend. 

 

Umfrage:

Es wurde punkto e5 in den vergangenen vier Jahren sehr viel umgesetzt, beispielsweise wurden 560 Straßenbeleuchtungskörper von Quecksilberdampflampen auf LED umgerüstet. In einem Planungsworkshop werden nun neue Schwerpunkte definiert.

Johann Haas, Gemeindetechnik und e5-Team

 

 

Im Segment Mobilität zeigt das Audit am meisten Potential. Hier wurden aber schon einige Weichen gestellt, beispielsweise der Ausbau der Bahnhöfe in Schlins-Beschling sowie Nenzing. Geplant ist im Bereich „Versorung“ auch eine neue Bachfassung im Galinatal.

Thomas Groß, Bauamt und e5-Team

 

Eine der Aufgaben für die nächsten Jahre ist es sicherlich, die Bevölkerung noch stärker mit ins Boot zu holen. Das geschieht momentan unter anderem über die Kindergärten, aber auch beispielsweise durch die Kleidertauschbörse, die im Rahmen des Repair-Café durchgeführt wurde.

Laura Scherer, Rathaus und e5-Team

 

e5 wirkt weit über die Gemeindeebene hinaus, man handelt auch selbst im Privatleben bewusster und denkt die Wirkung des eigenen Handels in Bezug auf Umwelt und Mitmenschen mit. Diese Bewusstseinsbildung der Bevölkerung ist sicherlich ein wichtiger Handlungsspielraum in den nächsten Jahren.

Dunja Thaler, Finanzabteilung und e5-Team

 

Jede Maßnahme, die wir setzen, hat in mehreren Punkten Auswirkungen auf die e5-Ziele. Dessen müssen wir uns bewusst sein. Mit der neuen Gemeindevertretung formiert sich auch eine neue Gruppe, die in den nächsten vier Jahren die Marktgemeinde diesbezüglich mitgestaltet.

Edwin Gaßner, Bauamt und e5-Team

 

Mit der neuen Gemeindevertretung formiert sich auch eine neue Gruppe, die in den nächsten vier Jahren die Marktgemeinde diesbezüglich mitgestaltet. Wir möchten auf alle Fälle die Vision Energieautonomie 2050 des Landes mit voller Kraft unterstützen. Herbert Greussing, Vizebürgermeister und e5-Teamleiter

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