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Fritz Strobl war "Held des Tages"

Im ersten Training für die Weltcup-Abfahrt der Herren in Garmisch-Partenkirchen waren am Donnerstag die Routiniers am Wort. Kristian Ghedina (ITA/36 Jahre) markierte auf der Kandahar-Strecke die erste Bestzeit.

Dahinter folgten mit Daron Rahlves (USA/32), Fritz Stobl (AUT/33), Marco Büchel (LIE/34), Hermann Maier (AUT/33) und Andreas Schifferer (AUT/31) fünf weitere Abfahrts-“Dinosaurier”. Bester in der Wertung der “Unter 30-Jährigen” war der 25-jährige Steirer Klaus Kröll als Siebenter. Der “Held des Tages” war in Bayern Fritz Strobl, der nur fünf Tage nach seinem in der Kitz-Abfahrt erlittenen Mittelhandknochenbruch Dritter wurde. “Natürlich hatte ich Schmerzen, aber es war zum Aushalten. Ich war überrascht, dass es so gut gegangen ist”, meinte der Abfahrts-Olympiasieger 2002, der in Garmisch mit einer Spezialschiene auf seiner linken Hand unterwegs ist und in dieser Verfassung wohl auch die beiden Rennen am Wochenende absolvieren wird.

Strobl hatte am Samstag in der Traverse auf der Streif einen schweren Sturz vermieden, auf Grund der gebrochenen Mittelhand war der Kärntner jedoch noch am Samstag in Salzburg von Dr. Herbert Resch operiert worden. “Operation und Heilfortschritt sind sehr zufrieden stellend, mein Doktor hat sich ausgezeichnet.” Strobl wurde für Garmisch mit Schmerzmitteln und Tabletten (“Vor allem um die Entzündung abzubauen”) fit gemacht, eine Spritze kommt für den 33-Jährigen aber keinesfalls in Frage.

Der frisch gebackene Kitzbühel-Sieger Michael Walchhofer, der 2005 beide Garmisch-Abfahrten gewonnen hatte, hat seit einigen Tagen mit Halsweh und sonstigen grippeähnlichen Beschwerden zu kämpfen. “Fieber habe ich keines, aber ich bin nicht ganz fit.” Mit seiner ersten Trainingsfahrt war der Salzburger nicht wirklich zufrieden, im Ziel gab es mit 1,6 Sekunden Rückstand Rang acht. Für seinen Auftritt im Kitzbüheler Kombi-Slalom wurde Walchhofer von der FIS mit einer 999-Franken-Geldbuße bestraft. Der aktuelle Gesamt-Weltcup-Zweite war trotz eines Einfädlers weitergefahren. “Das verstehe ich nicht, weil für mich war es nicht offensichtlich, dass ich eingefädelt habe. Außerdem wollte ich einen Tag nach meinem Abfahrtssieg die Fans im Ziel begrüßen.”

Auch Hermann Maier war über sein erstes Kandahar-Abtasten nicht rundum glücklich: “Eine durchwachsene Fahrt bei schlechter Sicht. Es war relativ finster.” Gesamt-Weltcup-Leader Benni Raich absolvierte eine “Besuchtigungsfahrt” (Rang 28), den Garmisch-Verzicht von Bode Miller wollte der Tiroler nicht als Aufgabe des Amerikaners im Kampf um den Gesamt-Weltcup werten. “Ich schreibe niemanden ab. Abgerechnet wird am Schluss, also in Aare.”

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