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Frischer pädagogischer Wind im Doppelpack

Mariella Beierl und Richard Moosbrugger
Mariella Beierl und Richard Moosbrugger ©Christof Egle
 Komplett neues Lehrerteam für Volksschule Düns

 

Düns. Tiefgreifende Veränderungen gibt es im laufenden Schuljahr an der Volksschule Düns und zur Abwechslung ist nicht die herrschende Corona Pandemie daran schuld. Der bisherige Direktor Wolfgang Lässer wurde im Zuge der Gemeindewahlen zum neuen Bürgermeister von Schlins gewählt und Lehrerin Petra Pomberger sieht sich Mutterfreuden entgegen und befindet sich seit kurzem in Karenz. So musste binnen kürzester Zeit an der kleinen Schule, die derzeit 27 Kinder aus den Gemeinden Düns und Dünserberg unterreichtet, der gesamte Lehrkörper ersetzt werden. Gelungen ist dies mit dem erfahrenen Pädagogen Richard Moosbrugger aus Ludesch. Der 48-jährige der in seinen 25 Jahren Lehrerdasein unter anderem bereits in Ludesch, Bludenz, Blons, Bludesch und zuletzt in Nenzing tätig war übernimmt die Position des Direktors und die des Klassenlehrers der dritten und vierten Klasse. An seiner Seite fungiert seit kurzem Mariella Beierl aus Niederösterreich. Der neue Beruf ihres Lebensgefährten in Vorarlberg „spülte“ die 26-jährige quasi mit nach Vorarlberg, wo sich nach absolvierter Ausbildung ihre erste Stelle angetreten hat. Für Bürgermeister Gerold Mähr der zwar für die Besetzung nicht zuständig ist, aber nach dem Bekanntwerden der Kandidatur von Lässer zum Schlinser Gemeindeoberhaupt und der Schwangerschaft seiner Kollegin Pomberger doch „einen leichten Schock erlitten hat“, ist die neue Konstellation ein Glücksfall, auch die Übergabe habe vorbildhaft funktioniert. So vertraut man in Sachen Lehrkörper bereits seit längerem auf eine Kombination der beiden Geschlechter und sieht so die zwischenmenschlichen Bedürfnisse der Kinder am besten abgedeckt.

Das erste Feedback nach ein paar Wochen ist auf allen Seiten positiv, sowohl Schüler, Eltern, Gemeinde aber auch die beiden Lehrkräfte spüren gegenseitiges Vertrauen und dies trotz des zuletzt fehlenden Präsenzunterrichts. Eine Schule in einer kleinen Gemeinde verfüge doch über eine andere Nähe und in der direkten Kommunikation zwischen allen Beteiligten sieht Neo-Direktor Moosbrugger große Unterschiede zum urbanen Raum. Auch seine Kollegin Beierl fühlte sich vom ersten Tag an bestens aufgenommen, der „Kulturschock“ war für sie nur ein ganz kurzer, auch die Sprachbarriere zum Vorarlbergischen habe sie bereits nach wenigen Wochen problemlos bewältigt. Beide Pädagogen bezeichnen auch die Unterrichtsmöglichkeiten in Düns trotz stetig zunehmenden Verwaltungsaufwand als nahezu perfekt. Das Schulgebäude, dass bereits 1991 errichtet wurde und neben der Volksschule auch Kindergarten und Kinderbetreuung beheimatet, erfuhr in den vergangenen Jahren zudem viele Neuerungen im technischen Bereich. Die EDV ist am letzten Stand, die Tafeln digital und auch ergonomischen Sitzmöbel verhelfen zu einer angenehmen Lernumgebung.

Für die kommenden Jahre spürt Bürgermeister Mähr keine Angst um den kleinen Schulstandort, im Gegenteil zeigen die Zahlen der kommenden Jahrgänge doch eine deutliche Steigerung und somit ist nicht ausgeschlossen, dass der neue Lehrkörper in nächster Zukunft noch um eine weitere Person ergänzt werden muss. CEG

 

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Richard Moosbrugger

1.5.1972 wohnhaft in Ludesch, Partnerschaft 1 (bald 2) Kinder

Berufliche Laufbahn: VS Ludesch, VS Obdorf Bludenz, VS Blons, VS Bludesch, VS Nenzing

Mariella Beierl

19.6.1994 aus Niederösterreich Bezirk Baden, wohnhaft in Hohenems

 

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